Bisher können Versicherer nur neidisch auf die Autoindustrie schauen, die in China Milliarden einfährt. Strenge Gesetze verbauen ihnen den Zugang zum dem milliardenschweren Markt. Die Allianz plant nun den großen Sprung.
Deutsche Auto- und Maschinenbauer fahren in China Rekordgewinne ein. Versicherungen hegen zwar enorme Erwartungen, denn der Markt wächst rasant - im Moment jedoch ist für sie in der Volksrepublik nicht viel zu gewinnen: Zu rigide sind die Beschränkungen derzeit noch. Jetzt plant die Allianz den großen Sprung an die Börse in Schanghai.
Vorstandschef Michael Diekmann war bis 1998 selbst von Singapur aus für das Asiengeschäft zuständig. "Das Thema Asien ist für uns ganz oben", sagte er am Mittwoch auf der Hauptversammlung. Mit Zustimmung der Aktionäre will er alles vorbereiten, um im Zuge einer Kapitalerhöhung als eines der ersten ausländischen Unternehmen in China sofort an die Börse gehen zu können, sobald das rechtlich möglich ist. Ein solcher Schritt könnte bis zu drei Milliarden Euro an Wachstum in Asien in die Kasse bringen und die Allianz dort bekannter machen. Nächstes Jahr könnten die Tore der Börse in Schanghai geöffnet werden, erklärte Finanzvorstand Paul Achleitner.
Derzeit sei es noch "nicht ganz leicht, da Geld zu verdienen", sagte Diekmann. Das hat zwei wesentliche Gründe: Zum einen steckt der Aufbau eines Versicherungsmarktes wie in der westlichen Welt erst in den Anfängen. Vor allem aber erschwert die Volksrepublik den Zugang für ausländische Anbieter derzeit noch extrem.
In den USA werden 15 Prozent der Wirtschaftsleistung für Versicherungen ausgegeben, in China noch keine 3 Prozent. Die Chinesen hätten kulturell ein anderes Risikobewusstsein, ...
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