"Man kann schon sagen, dass für die meisten Devisenmarktteilnehmer wirklich nur entscheidend war, dass das Bundesverfassungsgericht den ESM heute durchwinkt," beurteilt Devisenexpertin Carolin Hecht den Gerichtsbeschluss. In der Urteilsbegründung heißt es, dass eine Ratifizierung des EMS-Vertrages für Deutschland nur zulässig ist, wenn völkerrechtlich sichergestellt wird, dass die für Deutschland vereinbarte Haftungsbeschränkung von 190 Milliarden Euro eingehalten wird und sämtliche Zahlungsverpflichtungen Deutschlands auf diesen Haftungsbetrag begrenzt bleiben. Keine Vorschrift darf laut Urteil so ausgelegt werden, dass für Deutschland ohne Zustimmung des deutschen Vertreters in den Gremien des ESM höhere Zahlungsverpflichtungen begründet werden. (Dow Jones) Auf ein höheres ESM-Volumen komme es gar nicht mehr an, so Hecht. "Mit diesem neuen Anleihekaufprogramm der EZB, also den outright monetary transactions, kann die EZB letztendlich jeden Cent, den der ESM für Interventionen auf dem Markt ausgibt, beliebig hoch hedgen."
Welche weitere Entwicklung Frau Hecht für die Devisenmärkte sieht - das erfahren Sie im Interview.
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.
Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.
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