(neu: Aussagen aus Telefonkonferenz, Aktienkurs aktualisiert)
NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni
Der Überschuss wuchs von 36,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 64,6 Millionen Euro, 24,1 Millionen Euro davon stammten aus dem Verkauf der Tochter Studer. Der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn (EBIT) sank jedoch um 2,7 Prozent auf 64,1 Millionen Euro. Den Ausblick aufs Geschäftsjahr behielten die Nürnberger bei.
Am Markt kamen die Zahlen nur anfangs gut an. Die Aktien
rutschten bis zum Nachmittag um 5,41 Prozent auf 34,205 Euro ab.
Zwar hatte das Konzernergebnis über den Schätzungen der Analysten
gelegen, Umsatz und bereinigtes EBIT waren jedoch etwas schwächer
ausgefallen. Die Titel hatten im bisherigen Jahresverlauf zudem
deutlich besser abgeschnitten als der MDax
Die deutschen Kunden BMW
In Brasilien, Russland, Indien und China sieht der Konzern auch weiter starken Bedarf für seine Bordnetzsysteme. Die Nachfrage der Länder werde auch im zweiten Quartal für eine hohe Auslastung sorgen. Der Konzern will das Geschäft in den Schwellenländern weiter vorantreiben. Mit 25 Millionen Euro entfiel ein wesentlicher Teil des auf 55,1 Millionen Euro mehr als verdoppelten Investitionsbudgets auf den Kompletterwerb von Daekyeung. Ein Jahr früher als geplant hatten die Nürnberger die volle Kontrolle an dem Bordnetzhersteller aus Busan übernommen, der hauptsächlich in China fertigen lässt.
Nicht ganz so rund liefen die Geschäfte mit Drähten und Kabeln. Wegen schlechten Wetters musste in der Schweiz die Verlegung von Energieversorgungskabeln aufgeschoben werden. Zudem kam es bei Infrastrukturkabeln für eine Raffinerie in Deutschland zu Verzögerungen. Beide Effekte kosteten nach Aussagen von Konzernchef Klaus Probst aus einer Telefonkonferenz jeweils zwischen fünf bis sechs Millionen Euro Umsatz, beim Ertrag fehlten ebenfalls jeweils ein bis zwei Millionen Euro. Mittlerweile seien die Probleme jedoch gelöst, sagte Probst. Auch in der gesamten Sparte ging der Umsatz wegen sinkender Kupferpreise um drei Prozent zurück. Bereinigt um die Preiseffekte habe der Außenumsatz des Geschäftsfelds jedoch um rund ein Prozent zugelegt./men/fn/he
ISIN DE0005408884
AXC0343 2012-05-15/15:51
