ROM (Dow Jones)--Der italienische Energiekonzern Enel hat seine Jahresziele nach einem leichten Gewinnrückgang im Auftaktquartal bestätigt. Eine neue Steuer für die Energiebranche und eine geringere Stromnachfrage in ihren größten Märkten Italien und Spanien belastete das Ergebnis.
Der Nettogewinn sank um 1,4 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro und lag damit leicht über der Analystenschätzung. Zu Gute kam der Enel SpA mit Sitz in Rom der Verkauf ihres Anteils am Stromnetzunternehmen Terna. Ohne diesen Beitrag wäre der Gewinn sogar um 15 Prozent gesunken.
Der viel beachtete operative Gewinn EBITDA ging um 2,2 Prozent auf 4,30 Milliarden Euro zurück, während der Umsatz um 8,5 Prozent auf 21,19 Milliarden Euro zulegte.
Der Konzern konzentriert sich derzeit auf den Abbau seines Schuldenberges, den er nach der Übernahme des spanischen Konkurrenten Endesa 2007 angehäuft hatte. Zudem kämpft Enel mit einer sinkenden Stromnachfrage wegen des Wirtschaftsabschwungs in Europa. Auch an Kernenergie - die Enel eigentlich ausbauen wollte - ist nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im vergangenen Jahr derzeit wenig Interesse.
Für den um Sondereffekte bereinigten Nettogewinn 2012 hatte Enel zuletzt einen Rückgang um knapp 700 Millionen auf 3,4 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
-Von Liam Moloney, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 110, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DNJ/sha/kla
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May 10, 2012 13:05 ET (17:05 GMT)
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