Die Finanzwelt hat Probleme, die meisten Vermögensverwalter klagen über schlechtes Geschäft. Doch das hält sie nicht davon ab, es sich im Promi-Paradies Monte Carlo gut gehen zu lassen. Nebenbei geht's auch um's Geschäft.
An keinem anderen Punkt Europas treffen sich mehr Entscheider der Geldbranche. In der letzten Woche im Juni kommen hochrangigen Vertreter zusammen; nicht irgendwo, sondern in der Stadt der Reichen und Schönen, in Monte Carlo. Alles teuer, sehr exklusiv – so mag es die betuchte Klientel.
Weit über 1.000 Teilnehmer treffen sich nahe am Hafen, im Grimaldi Forum. Schon früh am Morgen um 8 Uhr wird es losgehen, wenn die Besucher es aus einem der noblen Hotels den Berg hinab in die Veranstaltungsarena geschafft haben. Jeder ist froh, wenn er die felsige Dauerschwüle verlassen und das gut klimatisierte Veranstaltungsgelände betreten hat. Der Fußweg ist am bequemsten, denn Monte Carlo ist klein und Taxis sind Mangelware.
Man sollte meinen, eine Veranstaltung mit so viel Pomp sei in Jahren der Schuldenkrise fehl am Platz. Doch seit Jahren ist der Ansturm groß. Der Veranstalter ICBI hat die mondäne Umgebung zum Geschäftsmodell gemacht.
Nirgendwo sonst können sich die Geldmanager auf so engem Raum austauchen. Natürlich geht es auch ums Geschäft. "Ich komme seit Jahren hierher, weil wir nirgendwo sonst so viele Entscheider treffen können", sagt etwa Oliver Roll, Geschäftsführer der Vertriebs-Beratungsgesellschaft ...
Den vollständigen Artikel lesen ...