FRANKFURT (Dow Jones)--Das anhaltend schwierige Marktumfeld mit niedrigen Zinsen macht der Postbank zu schaffen. Der Nettogewinn der Deutsche-Bank-Tochter schrumpfte im ersten Quartal um 40 Prozent.
Auch die anderen Banken in Europa kämpften mit niedrigen Zinsen, konnten das aber teilweise wieder ausgleichen. So hat die HypoVereinsbank den Nettogewinn dank einer sehr guten Entwicklung im Handelsgeschäft etwas erhöht.
Hier kann die Postbank nicht mithalten: Auch im Handel lief es mit einem Verlust von 39 Millionen Euro mau. Die Bank erklärt dies mit negativen Effekten aus der Sicherung von Fremdwährungsliquidität. Diese Effekte gleichen sich jedoch über die Sicherungsperiode wieder aus.
Der Zinsüberschuss sank im ersten Quartal. Niedrige Kapitalmarktzinsen erschwerten es der Bank, die Kundengelder Gewinn bringend anzulegen. Der Provisionsüberschuss lag ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Hier machte sich die Unsicherheit der Kunden wegen der Schuldenkrise bemerkbar. Denn die Banken leben von den Provisionen, die sie für ihre Kundengeschäfte bekommen. Wenn aber die Kunden zu ängstlich für Umschichtungen in ihrem Portfolio sind, fallen diese Gebühren für die Banken weg.
Vorstandschef Stefan Jütte, der im Juli den Stab an Frank Strauß weiterreicht, hinterlässt seinem Nachfolger eine ernüchternde Prognose für das Gesamtjahr: Das anhaltend niedrige Zinsniveau wird einlagenstarken Banken wie der Postbank weiter zu schaffen machen. Gleichwohl ist Jütte weiter zuversichtlich, dass die Postbank im Jahr 2012 und darüber hinaus "wieder deutlich positive Ergebnisse" erwirtschaften wird.
-Von Madeleine Nissen, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 115, madeleine.nissen@dowjones.com DJG/maw/jhe
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May 11, 2012 04:53 ET (08:53 GMT)
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