Der Kurs des Euro
Im Anschluss an eine chaotische Woche nach der Griechenland-Wahl am vergangenen Sonntag gibt es in Athen zumindest wieder einen kleinen Hoffnungsschimmer. Nach jüngsten Meldungen sind auch die Konservativen im Athener Parlament zu einer Koalition bereit. Zuvor hatten bereits die Sozialisten und die Partei der Demokratischen Linken eine Zusammenarbeit signalisiert. Noch ist allerdings vollkommen offen, ob es tatsächlich zu einer Regierungsbildung kommt, da die Partei Demokratische Linke auch auf einer Beteiligung der radikalen Linken besteht.
"An den Devisenmärkten warten die Anleger auf ein Ergebnis aus Griechenland", beschrieb Devisenexperte Rainer Sartoris von der Privatbank HSBC Trinkaus die Stimmung. Am Morgen sei die Hoffnung auf eine Einigung noch etwas stärker gewesen und habe sich am Nachmittag wieder abgeschwächt. Nach Einschätzung von Sartoris "läuft es auf Neuwahlen in Griechenland hinaus". Die jüngsten Maßnahmen im ebenfalls angeschlagenen Euroland Spanien zur Stützung der heimischen Banken hätten den Euro kaum bewegen können. Die Einführung von sogenannten "Bad Banks" habe ebenso im Schatten der Ereignisse in Griechenland gestanden wie die Konjunkturdaten, die im Tagesverlauf veröffentlicht worden seien, sagte Sartoris weiter.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse
für einen Euro auf 0,80330 (0,80180) britische Pfund
AXC0304 2012-05-11/16:54