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UPDATE: Commerzbank kassiert Gewinnprognose

--Halbjahresergebnis wird niedriger als geplant sein

--Konzerüberschuss mit 369 Millionen Euro unter Markterwartungen

--EBA-Kapitallücke gestopft, zusätzlicher Puffer von 1,1 Milliarden Euro

(durchgehend neu)

Von Alexandra Edinger 
DOW JONES NEWSWIRES 

FRANKFURT (Dow Jones)--Commerzbank-Chef Martin Blessing hat die Prognose für das erste Halbjahr 2012 einkassiert. Die Bank geht von "einem niedriger als ursprünglich geplanten Halbjahresergebnis 2012" aus, heißt es in einem Nebensatz im Quartalsbericht. Dennoch geht Blessing davon aus, die Vorgaben der Europäischen Bankenaufsicht EBA zur Jahresmitte 2012 deutlich übertreffen zu können.

Im Januar hatte Blessing für die ersten sechs Monate einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro angekündigt. Dieser sollte einbehalten werden, um das Eigenkapital der Bank zu stärken.

Im ersten Quartal erreichte der Konzern nach Steuern und Dritten 369 Millionen Euro Gewinn. Dies ist - zusammen mit den Erwartungen für das zweite Quartal - aus Sicht der Bank offenbar zu wenig, um die Prognose zu halten. Auch Analysten hatten mit im Durchschnitt 444 Millionen Euro deutlich mehr erwartet.

Trotzdem hat das Institut die EBA-Kapitallücke gestopft und sogar einen Puffer von 1,1 Milliarden Euro aufgebaut.

Die Commerzbank bezeichnete ihren Start in das Jahr 2012 als "solide". Das operative Ergebnis lag bei 584 Millionen Euro, ist aber durch Abschreibungen über 158 Millionen Euro auf eigene Schulden negativ beeinflusst. Hinzu kommt, dass in den 1,1 Milliarden Euro im Vorjahresquartal 358 Millionen Euro aus dem Rückkauf von Hybridanleihen enthalten sind.

Vor Risikovorsorge gingen die Erträge im Konzern um eine Milliarde auf 2,6 Milliarden Euro zurück. Den Rückgang erklärt die Commerzbank unter anderem mit den Abschreibungen auf eigene Schulden, die aufgrund gestiegener Markterwartungen zu verbuchen waren und den Risikoabbau in Nicht-Kernbereichen. Zudem hätten das schwache Zinsumfeld und geringer Kundenaktivitäten das Ergebnis belastet. Durch reduzierte Kosten und eine niedrigere Risikovorsorge von 212 Millionen Euro, sei dieser Ertragsrückgang jedoch teilweise kompensiert worden.

Für 2012 sieht sich die Commerzbank gut gerüstet. Vorbehaltlich einer stabilen konjunkturellen Lage streben das Institut in der Kernbank weiterhin ein solides operatives Ergebnis an.

-Von Alexandra Edinger, Dow Jones Newswires, 
+49 69 29 725 112, alexandra.edinger@dowjones.com 
DJG/aed/smh 
 

(END) Dow Jones Newswires

May 09, 2012 03:00 ET (07:00 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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