===
MÄRKTE AKTUELL (18.34 Uhr)
INDEX Stand +-% Nasdaq-Future 2.630,00 +0,43% S&P-500-Future 1.359,20 +0,12% Euro-Stoxx-50 2.254,54 +0,32% Stoxx-50 2.361,85 +0,40% DAX 6.579,93 +0,95% FTSE 5.575,52 +0,57% CAC 3.129,77 -0,01% DJIA 12.887,93 +0,26% S&P-500 1.362,14 +0,31% Nasdaq-Comp. 2.952,07 +0,63% Nasdaq-100 2.634,30 +0,69% Nikkei-225 8.953,31 -0,63% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 142,73% +4
FINANZMARKT USA
Ein überraschend gestiegenes US-Verbrauchervertrauen sorgt zum Wochenausklang für Kursgewinne an Wall Street und drängt damit die negativen Nachrichten um JPM in den Hintergrund. Auch die nun wieder schwieriger gewordene Bildung einer Regierung in Griechenland belastet das Sentiment nicht. Negative Nachrichten werden vom Markt aktuell ausgeblendet, heißt es. JPM verlieren 6,8 Prozent. Dagegen zeigen sich die anderen Branchenwerte uneinheitlich. Bank of America verbessern sich um 0,9 Prozent, während Citigroup um 2,4 Prozent nachgeben. JPM hat einen Handelsverlust von mindestens zwei Milliarden US-Dollar eingestanden. Der Euro erholt sich etwas und notiert bei 1,2942 Dollar. Allerdings bleibt die Gemeinschaftswährung das Krisenbarometer für die Entwicklung in Griechenland. Der Ölpreis fällt erneut zurück. US-Leichtöl der Sorte WTI liegt damit wieder unter der Marke von 97 Dollar. Hier belasten vor allem die schwachen Konjunkturdaten aus China. Bei den US-Staatsanleihen geht es leicht nach oben. Gestützt wird das Sentiment vor allem von den negativen Schlagzeilen um JPM. In die Hände spielen den US-Anleihen Inflationsdaten auf Basis der Erzeugerpreise, die im April etwas stärker als erwartet gefallen sind.
AUSBLICK KONJUNKTUR +
Keine relevanten Termine mehr angekündigt.
FINANZMÄRKTE EUROPA
Gute Konjunkturdaten aus den USA haben die Kurse im späten Geschäft ins Plus getrieben. Der Michigan-Index ist entgegen den Erwartungen gestiegen. Damit verflüchtigten sich die Sorgen vor einem Fall der US-Wirtschaft in die Rezession. Die Belastungsfaktoren der Euro-Zone bleiben dennoch im Bewusstsein verankert. Die Zukunft Griechenlands im Euro gilt weiter als unsicher. Sorgenkind ist auch Spanien: Der IBEX verlor 0,7 Prozent. Ein Regierungsplan zur Rettung spanischer Banken enttäuschte. Der Bund-Future hat wieder ein Rekordhoch markiert. Bei den exportorientierten Aktien stieg der Index der Autotitel um 2,4 Prozent. An der Spitze lagen Renault mit plus 5,0 Prozent. Händler verwiesen auf positive Aussagen von Nissan. Auf der Verliererseite standen dagegen die Finanztitel, so der Index verlor 0,8 Prozent. Mit den Sorgen über den spanischen Sektor gaben Santander 1 Prozent ab, BBVA 1,3 Prozent. Noch deutlicher verloren Rohstofftitel. Die chinesische Industrie hat im April deutlich weniger zugelegt als erwartet.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.35 Uhr Do, 17.52 Uhr EUR/USD 1,2941 0,18% 1,2918 1,2956 EUR/JPY 103,3718 0,23% 103,1341 103,5866 EUR/CHF 1,2013 0,04% 1,2008 1,2013 USD/JPY 79,8790 0,05% 79,8420 79,9430 GBP/USD 1,6086 -0,16% 1,6112 1,6161
FINANZMÄRKTE OSTASIEN
Zur Abwechslung war es einmal nicht Griechenland, das den Investoren Sorgenfalten auf die Stirn gezaubert hat: Am Freitag richteten sich die Blicke an den asiatischen Märkten in erster Linie auf die US-Bank J.P. Morgan, die am Vortag einen Handelsverlust von 2 Milliarden US-Dollar vermeldet hat. Bankenwerte standen in der gesamten Region unter Druck. Dazu gesellten sich schwächer als erwartet ausgefallene Industriedaten aus China. Unter den Einzelwerten fielen Sony am japanischen Aktienmarkt um 6,4 Prozent auf den tiefsten Stand seit 1980, nachdem der Elektronikkonzern für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Verlust von rund 460 Milliarden Yen ausgewiesen hat. Auch Wettbewerber Panasonic hat die Anleger enttäuscht, allerdings mit einer Gewinnwarnung. Die Aktie sank um 1,6 Prozent. Aufwärts ging es indes für Isuzu Motors (plus 4,3 Prozent) und Nikon (plus 8,6 Prozent). Beide Unternehmen haben mit den vorgelegten Geschäftszahlen positiv überrascht.
+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR
Henkel übernimmt Hochleistungs-Haftklebstoffe von Cytec Industries
Der Konsumgüterkonzern Henkel stärkt seine Klebstoffsparte Adhesive Technologies. Henkel übernimmt vom US-Spezialchemiekonzern Cytec Industries dessen Produktpalette an Hochleistungs-Haftklebstoffen (PSA), wie das Unternehmen mitteilte. Diese werden in der Verpackungs-, Automobil-, Elektronik- und Gebrauchsgüterindustrie eingesetzt.
Betreiberkonsortium prüft Erweiterung der Ostseepipeline
Die Ostseepipeline Nord Stream bekommt möglicherweise zwei weitere Stränge. Das Betreiberkonsortium denkt über den Ausbau der Pipeline nach. Die Anteilseigner hätten die vom russischen Gasmonopolisten Gazprom angeführte Betreibergruppe gebeten, eine Machbarkeitsstudie für zusätzliche Kapazitäten durchzuführen, teilte die Nord Stream AG mit. Die Pipeline transportiert russisches Erdgas durch die Ostsee nach Westeuropa.
Lufthansa Passage erweitert Vorstand
Personal- und Tarifpolitik nimmt bei der Deutschen Lufthansa eine immer wichtigere Rolle ein. Aus diesem Grund erweitert Europas größte Airline ihren Vorstand im Bereich Passage um eine Position und beruft Peter Gerber.
Landgericht Mannheim vertagt zwei Patentprozesse
In zwei Patentstreitigkeiten zwischen großen Technologiefirmen ist das Landgericht Mannheim zu keiner endgültigen Entscheidung gelangt. So verschob das Gericht ein Urteil im Prozess zwischen den Kontrahenten Microsoft und Motorola Mobility. Die Parteien sollten mehr Zeit bekommen, um bestimmte Dokumente eingehend prüfen zu können, hieß es zur Begründung. Die Streitigkeiten der beiden Parteien können nun auf schriftlichem Wege oder durch einen weiteren Prozess beigelegt werden.
Versicherer Generali verdient deutlich mehr als erwartet
Der italienische Versicherer Generali hat im ersten Quartal deutlich mehr verdient als erwartet. Zwar ging der Nettogewinn in den ersten drei Monaten um 8 Prozent auf 567 Millionen Euro zurück - im Vergleich zu den vorangegangenen Quartalen, in denen die Turbulenzen an den Staatsanleihemärkten der Eurozone ihren Tribut gefordert hatten, ist das jedoch eine Normalisierung. Analysten hatten nur 489 Millionen Euro erwartet.
=== DJG/flf
(END) Dow Jones Newswires
May 11, 2012 12:41 ET (16:41 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.