In Röttgens NRW-CDU wird behauptet, Ministerpräsidentin Kraft soll missliebige Berichterstattung verhindert haben. Der Vorwurf erwies sich als falsch. Jetzt fordert die SPD eine Entschuldigung.
Im Zusammenhang mit angeblichen "Dankeschön-Aufträgen" der rot-grünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen an eine Kommunikationsagentur hat der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises, Johannes Kahrs, den Spitzenkandidaten der NRW-CDU, Norbert Röttgen, zu einer Entschuldigung aufgefordert. Hintergrund ist der in der CDU erhobene Vorwurf, die Düsseldorfer Staatskanzlei hätte versucht, mehrere Medienhäuser aus NRW von einer Berichterstattung über den Vorgang abzubringen. "Auch im Wahlkampf sollte man den Mitbewerber inhaltlich kritisieren", sagte Kahrs Handelsblatt Online. "Das Ausmaß an üblen Verdächtigungen von CDU-Funktionären gegenüber Hannelore Kraft ist nicht akzeptabel. Nachdem sich herausgestellt hat, dass die Vorwürfe falsch sind, wäre eine Entschuldigung von Herrn Röttgen nicht nur angebracht, sondern guter Stil."
In einer Handelsblatt Online vorliegenden E-Mail hatte der Recklinghausener CDU-Kreisgeschäftsführer Ludger Samson verbreitet: "Die WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) beispielsweise hat auf die Veröffentlichung nach einem Anruf von Frau Ministerpräsidentin Hannelore Kraft beim Chefredakteur Ulrich Reitz verzichtet."
Krafts Regierungssprecher Thomas Breustedt wertete das Zitat als Beleg dafür, dass die CDU so kurz vor der Wahl zu immer schmutzigeren Methoden greife. Auch WAZ-Chefredakteur Reitz wies die Darstellung Samsons entschieden zurück. "Hannelore ...
Den vollständigen Artikel lesen ...