JP Morgan bekommt die Folgen der Zockerei und der Herabstufung von Fitch zu spüren. Die US-Bank hat 15 Milliarden Dollar Marktwert eingebüßt. Ihr Chef gibt sich reumütig. Nun muss er die Börsenaufsicht fürchten.
Der jüngste Handelsskandal kommt JP Morgan Chase teuer zu stehen. Und Jamie Dimon, der Chef der größten US-Bank ist in diesen Tagen sehr kleinlaut. In einem Interview mit dem US-Sender NBC Fehler sagte er. "Wir waren schlampig. Wir wissen, dass wir dumm waren. Wir wissen, dass es eine Fehleinschätzung gab". Die Investmentabteilung habe "unerhörte Fehler" gemacht. "Das ist nicht die Art und Weise, wie wir unser Geschäft betreiben wollen", sagte Dimon. Zugleich sagte er, es sei unklar, ob die Bank gegen Gesetze oder Regeln verstoßen habe.
Wären da nicht immer diese Gesetze. Der Bankchef gehört zu den schärfsten Kritikern von Plänen der US-Regierung, den Eigenhandel der Banken mit Kreditausfallversicherungen stark einzuschränken. Zur Sicherheit hat er seine Lobbyisten ausgesandt. Laut "New York Times" sollen sie die Politiker überzeugen, hochrisikoreiche Spekulationen zu erlauben. Dabei sind gerade die schuld an der Misere.
Das renommierte Institut verlor gestern an der New Yorker Börse 15 Milliarden Dollar an Marktwert. Zuvor ging es Schlag auf Schlag. Erst gab die Großbank den Verlust von zwei Milliarden bekannt, durch hochriskante Geschäfte. Dann reagierte erst die Ratingagentur Fitch und stufte die Bonität von JP Morgan von AA- auf A+ herunter. ...
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