Europas Börsen sind am Dienstag trotz
des politischen Stillstands in Griechenland und der Abstufung
italienischer Banken mit Gewinnen in den Tag gestartet. Händler
verwiesen auf eine moderat positive US-Vorgabe, die die Erholung von
den deutlichen Vortagsverlusten stütze. Zudem war das
Wirtschaftswachstum in Deutschland im ersten Quartal klar besser als
erwartet ausgefallen. Der Leitindex EuroStoxx 50 , der am
Montag noch auf dem niedrigsten Stand seit etwas mehr als fünf
Monaten geschlossen hatte, stieg im frühen Handel um 0,82 Prozent
auf 2.219,91 Punkte. In Paris ging es für den Cac 40 um
0,92 Prozent auf 3.086.17 Punkte hoch und der Londoner FTSE 100
gewann 0,51 Prozent auf 5.493,37 Punkte.
Branchenseitig hatte der Mediensektor die Nase vorn: Im Stoxx
Europe 600 stieg der Subindex um 1,01 Prozent. Dagegen
waren die defensiven Pharmawerte mit minus 0,16 Prozent der
einzige Verlierer in der Branchenübersicht. Die italienischen
Bankenaktien legten ungeachtet der Abstufung durch die Ratingagentur
Moody's vom Vorabend überdurchschnittlich zu. Unicredit stiegen um 1,12 Prozent. Für Intesa SanPaolo ging es um 1,06 Prozent hoch - hier erwarten die Anleger
später noch Zahlen zum ersten Quartal. Dagegen büßten die Titel der
Schweizer Privatbank Julius Bär nach einem
Zwischenbericht knapp drei Prozent ein. Beim Medien- und
Telekomkonzern Vivendi sorgte ein unerwartet
hoher Quartalsgewinn für ein Kursplus von 4,83 Prozent, was den
Spitzenplatz im EuroStoxx 50 bedeutete. Später könnte noch eine Flut
von Konjunkturdaten für Bewegung sorgen./gl/rum
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145 EU0009658160
AXC0132 2012-05-15/09:40