Milde Temperaturen im Winter und ein Turbinenschaden haben das Ergebnis des Mannheimer Energiekonzerns MVV Energie im ersten Geschäftshalbjahr (Oktober 2011/März 2012) gedrückt. Das bereinigte operative Ergebnis sank um rund zwölf Prozent auf 180 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Der Gewinn ging von 98 Millionen auf 87 Millionen Euro zurück. Allein ein Turbinenschaden, der das Gemeinschaftskraftwerk in Kiel vier Monate stillstehen ließ, habe das Ergebnis mit mehr als zehn Millionen Euro belastet.
Ein weiterer Grund für den Ergebnisrückgang sei die Zukunftsplanung. "Natürlich können die hohen Zukunftsinvestitionen bei den üblichen Anlaufkosten erst nach Inbetriebnahme positive EBIT-Beiträge liefern", sagte der Vorstandsvorsitzende Georg Müller. Im ersten Halbjahr hat MVV die Investitionen von 67 Millionen auf 145 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011/2012 hält das Unternehmen an seinem operativen Ergebnisziel von 220 Millionen Euro fest - dies wäre ein Rückgang im knapp einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr./dau/DP/nmu
AXC0202 2012-05-15/11:47


