Aufträge aus Asien und den USA sorgten für ein
zweistelliges Wachstum beim Medizintechnik-Konzern Carl Zeiss
Meditec
Das Jenaer Unternehmen mit mehr als 2.400 Beschäftigten entwickelt und produziert unter anderem Laser und OP-Mikroskope, die für die Behandlung von Augenerkrankungen eingesetzt werden. Besonders kräftig legte der Geschäftsbereich Mikrochirurgie mit fast 24 Prozent in den ersten sechs Monaten zu. Er liefert auch Spezialmikroskope für die HNO- und Neurochirurgie. Er profitierte nach Angaben von Vorstandschef Ludwin Monz von Produktinnovationen. Weiterentwicklungen gebe es auch bei Lasern für Augenbehandlungen.
In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres rechnet das Unternehmen mit weiterem Wachstum, wenn auch etwas abgeschwächt. "Der Bedarf an medizinischer Versorgung steigt, weltweit", sagte Monz. Das größte Potenzial sehe Meditec auch künftig in Asien, wo das Unternehmen sein Vertriebsnetz in den vergangenen Jahren ausgebaut hat. "Wir entwickeln dort mit Medizinern auch Produkte, die auf die besonderen Bedürfnisse in diesen Ländern zugeschnitten sind."
Angepeilt werde in diesem Geschäftsjahr ein Konzernumsatz von 830 bis 860 Millionen Euro, sagte Monz. Das entspreche einem Plus zwischen 9 und 13 Prozent. Weiter verbessert werden soll die Profitabilität des Konzern. Eine konkrete Ertragsprognose wollte Monz nicht abgeben. Wichtiger sei das Ziel, bis 2015 eine Ertragsmarge von 15 Prozent zu erzielen. Zeiss Meditec war in den vergangenen Jahren stabil gewachsen.
Das Medizintechnik-Unternehmen gehört zum Optik- und Elektronik-Konzern Carl Zeiss AG mit Sitz in Oberkochen. Zeiss hält 65 Prozent der Meditec-Aktien./ro/DP/edh
ISIN DE0007203275 DE0005313704
AXC0258 2012-05-15/13:25
