Der Druckmaschinenhersteller Koenig &
Bauer
Im ersten Quartal konnte KBA neue Aufträge im Wert von fast 237 Millionen Euro verbuchen. Damit lag das Unternehmen deutlich unter dem Rekordwert von 2011 (432,1 Millionen Euro). Vor allem bei den Rollen- und Sondermaschinen blieb die Nachfrage aus. Sie sank um gut 70 Prozent. Grund dafür ist unter anderem, dass die Medien immer mehr auf das Internet setzen, weniger Zeitungen gedruckt werden und einige Verlagshäuser gemeinsame Druckzentren betreiben. Damit werden auch weniger Druckmaschinen benötigt. Bogenoffsetmaschinen für das Bedrucken von Verpackungen und Werbung waren dagegen stärker gefragt.
Auf der Branchenmesse drupa in Düsseldorf habe KBA mehrere Druckmaschinen verkauft und verliehen. "Wir haben mit bestehenden und neuen Kunden viele Verträge unterschrieben", sagte KBA-Vorstandsvorsitzender Claus Bolza-Schünemann laut Mitteilung. Eine seriöse Bilanz und Details zum Gesamtauftragswert könne der Konzern jedoch erst in einigen Wochen vorlegen.
Unter dem Strich stand nach dem ersten Quartal ein leichtes Minus von 800.000 Euro, im März 2011 hatte der Verlust noch bei 5,8 Millionen Euro gelegen. Der Konzern ist für 2012 zuversichtlich. Er will das Geschäftsjahr vor Steuern mit schwarzen Zahlen abschließen. Für dieses Jahr plant Koenig & Bauer zudem den Kauf eines chinesischen Herstellers von Bogenoffsetmaschinen. Ende März 2012 arbeiteten bei KBA weltweit knapp 6.300 Menschen.
Wie die gesamte Branche litt Koenig & Bauer zuletzt unter der wachsenden Konkurrenz für Printprodukte durch das Internet und unter der Finanzkrise. Dennoch gelang es dem Unternehmen, die letzten drei Jahre mit einem Gewinn abzuschließen. Dazu trugen entscheidend das Geschäft mit Sondermaschinen bei, etwa für den Banknoten-, Folien- oder Blechdruck, aber auch Einsparungen durch den Abbau von mehr als 2.000 Jobs./cgl/DP/edh
ISIN DE0007193500
AXC0303 2012-05-15/14:49
