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Finanzinvestor KPS kauft US-Gießerei von ThyssenKrupp

FRANKFURT (Dow Jones)--ThyssenKrupp hat den geplanten Verkauf der US-Gießereigruppe Waupaca unter Dach und Fach gebracht. Der New Yorker Finanzinvestor KPS Capital Partners wird eine der größten Gießereien der Welt von dem DAX-Konzern übernehmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, wie KPS mitteilte.

Der Verkauf ist Teil des umfassenden Verkaufsprogramms, das ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger angestoßen hatte. Bereits im Januar hatte ThyssenKrupp den Verkauf der Edelstahlsparte Inoxum an den finnischen Konzern Outokumpu eingefädelt. Mit dem Restrukturierungsprogramm will sich der DAX-Konzern neu aufstellen und seine Schulden reduzieren.

KPS wird Waupaca in eine eigens dafür gegründete Tochtergesellschaft namens W. Foundry International einbringen. Vorbehaltlich der Freigabe durch die Kartellbehörden soll die Transaktion zum Ende des zweiten Quartals 2012 abgeschlossen werden. Nach der Übernahme soll die jetzige ThyssenKrupp Waupaca Inc als Waupaca Foundry Inc firmieren.

Das Unternehmen besitze eine herausragende Substanz, einzigartige Skaleneffekte und Verbundvorteile, branchenführende Qualität und Services sowie modernste Technologien, sagte David Shapiro, Mitgründer und Managing Partner von KPS. Er bestätigte in einer Telefonkonferenz, dass Waupaca im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Umsatz von rund 1 Milliarde Euro profitabel gewirtschaftet habe.

Die Produkte von Waupaca finden in zahlreichen Industriezweigen Verwendung, beispielsweise in der Automobilbranche, der Landwirtschaft, im Baugewerbe, beim Materialtransport sowie im Bahnverkehr und in Klima- und Lüftungstechnik. Das Unternehmen betreibt sechs Fertigungsstätten in den US-Bundesstaaten Wisconsin, Indiana und Tennessee.

DJG/mgo/sha 

(END) Dow Jones Newswires

May 15, 2012 09:00 ET (13:00 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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