Brüssel (BoerseGo.de) - Die Europäische Zentralbank (EZB) will einigen griechischen Banken den Geldhahn abdrehen und verweist die angeschlagenen Finanzinstitute an die Notfallkredite der griechischen Notenbank. Die EZB teilt mit, man werde den griechischen Banken gestatten, ihre Rekapitalisierung sicherzustellen. Dieser Prozess dürfte bald abgeschlossen sein. Hinter der verklausulierten Notenbanksprache verbirgt sich jedoch die Bestätigung von Spekulationen, die den ganzen Nachmittag über schon am Markt kursierten. Danach sind seit dem griechischen Schuldenschnitt einige Banken des Landes de facto von den Refinanzierungsgeschäften abgeschnitten, die regelmäßig von der EZB abgehalten werden.
Laut der Nachrichtenagentur Market News International (MNI) sind davon kleinere Banken betroffen, die keine ausreichenden Sicherheiten mehr aufbringen können, um sie bei der EZB als Pfand für Zentralbankgeld zu hinterlegen. Diesen Finanzinstituten bleibt vorübergehend nur die ELA (Emergency Liquidity Assistance). Bei diesen von der griechischen Zentralbank gestellten Krediten handelt es sich um ein absolutes Notfallinstrument, für das nicht die EZB, sondern die Zentralbank in Athen haftet.
