New York (BoerseGo.de) - Nach der Einschätzung der renommierten Analysten Meredith Whitney kommt der milliardenschwere Spekulationsverlust von JP Morgan sowohl für die Bank wie auch für den gesamten Industriezweig zu einem äußert ungünstigen Zeitpunkt. Die Art und Weise, wie die Banken ihre Geschäfte tätigen, müsse überdacht werden, forderte die Finanzexpertin. Der Vorfall lässt die Forderungen nach einer stärkeren Regulierung der Banken lauter werden und zeigt gleichzeitig die generelle Schwäche von großen US-Banken. Whitney geht davon aus, dass Bankaktien ihre besten Tage bereits gesehen haben. Sie geht nicht davon aus, dass die Ergebnisse des ersten Quartals nochmals wiederholt werden können, wonach 80 Prozent der US-Finanzinstitute die Erwartungen der Analysten übertreffen konnten.
Ihrer Ansicht nach sei die Aktie von JP Morgan zwar günstig bewertet, doch sehe sie keinerlei Kurskatalysatoren für das Papier. "Die Dinge für JP Morgan und für die gesamte Banken-Industrie werden nicht einfach werden. Investoren mit langem Anlagehorizont könnten sich jetzt einige Bankaktien ins Depot legen, aber man müsse sehr geduldig sein", so Whitney.
