"Wir arbeiten sehr eng mit Apple zusammen", sagt Loewe-Chef Seidl. Bei verschiedenen Produkten seien Loewe und Apple sehr gut vernetzt, einen möglichen Zusammenschluss weist er aber zurück: "Über eine Option der finanziellen Beteiligung an Loewe liegt dem Management keine Information vor." Dass Loewe mit Apple in Verbindung gebracht wird, überrascht Seidl aber nicht. Man habe sehr viele Gemeinsamkeiten, was die Qualität des Designs, der Benutzerführung und der Produkte angeht. "Mit Apple hätte man natürlich einen starken Partner an seiner Seite, einen finanzstarken Partner", sagt Steyer. Doch er sieht eine mögliche Übernahme zwiespältig: "Eine Selbstbestimmung über die zukünftige Geschäftsentwicklung wäre dann nicht mehr durch Loewe selbst durchführbar, sondern dann würde ganz klar Apple das Sagen haben!" Der Fernsehbauer Loewe steckt tief in den roten Zahlen. Im ersten Quartal lief das Geschäft schon besser als gedacht, aber: Das Auslandsgeschäft von Loewe habe Schwächen, so Steyer. "Das ist weniger erfreulich." Q-Cells hatte für diese Woche angekündigt, seine Bilanz für das erste Quartal vorzulegen - doch darauf warten die Anleger immer noch. Warum das so ist, darüber könne man nur spekulieren, sagt Sebastian Steyer vom Radebeuler Actien Club. Von Unternehmensseite sei keine Begründung gekommen. "Auf der anderen Seite ist das eher typisch für eine solche Insolvenzsituation", so Steyer weiter. Der Insolvenzverwalter müsse sich erst einen Überblick verschaffen. Steyer erwartet für das Auftaktquartal allerdings "nicht viel". "Ein generelles Licht am Ende des Tunnels sehe ich auch im ersten Quartal nicht", sagt der Experte.
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