100 Milliarden Dollar soll Facebook wert sein. "Ich denke, dass diese Summe keineswegs überbewertet ist," so Skibicki. Das Problem der kritischen Analysten von heute sei, dass sie mit Maßstäben der alten Welt vor dem Social Web an die Sache herangehen. "Und mit diesen Maßstäben kann man die neuen Möglichkeiten gar nicht richtig erfassen und so auch zu einer kritischen Einschätzung kommen." Allein die Datenmenge eröffne Möglichkeiten, die noch gar nicht richtig zu erfassen seien. "Jeder Geheimdienst und jeder Staat der Welt könnte davon träumen, so ein Datenmaterial zu haben," analysiert Skibicki. "Ich halte es sogar noch für eine Unterbewertung," sagt der Experte. Auch nach dem Börsengang soll Mark Zuckerberg das alleinige Sagen haben. "Genau seine Dominanz war der Garant dafür, dass Facebook zu Facebook wurde und nicht durch alte Denkmuster unterging," sagt Prof. Dr. Klemens Skibicki. "Ich sehe eher eine Gefahr darin, wenn er die Dominanz verlieren sollte und Finanzinvestoren sich durchsetzen würden, zu versuchen, die Kommerzialisierung noch stärker voranzutreiben." Dann würde Facebook Gefahr laufen, die Nutzer zu vergraulen.
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