Washington D.C. (BoerseGo.de) - US-Präsident Barack Obama hat einem Bericht des "Wall Street Journal" am Donnerstag zufolge nach den milliardenschweren Verlusten durch Finanzwetten bei JPMorgan auf eine strengere Bankenregulierung gedrängt. Das größte US-Kreditinstitut soll mindestens zwei Milliarden US-Dollar verloren haben. Demnach hat das Präsidialamt vom Finanzministerium Konsequenzen aus dem Vorfall gefordert.
Derzeit werden noch die letzten Details der sogenannten Volcker-Regel ausgearbeitet, die am 21. Juli in Kraft treten soll. Ab diesem Termin dürfen die US-Banken nicht mehr mit eigenem Geld spekulieren. Damit soll verhindert werden, dass die Kreditinstitute wie vor der Finanzkrise unverhältnismäßig große Risiken eingehen können, die das ganze Bankensystem gefährden.
Laut Obama hätte eine weniger profitable Bank dieselben Wetten abschließen können, was nicht Sinn der Sache sei. Gerüchten zufolge sollen die Verluste bei JPMorgan im Laufe des Jahres noch größer werden. Die Bank habe sich noch nicht von allen Positionen aus dem Geschäft getrennt. Laut Konzernchef Jamie Dimon könnte sich der Verlust noch auf drei Milliarden US-Dollar ausweiten.
Laut der New York Times ist der auf gut 2 Milliarden US-Dollar bezifferte Verlust in den letzten Tagen nochmal um mindestens 50 Prozent gestiegen, weil Hedgefonds versucht haben, die Notlage der Bank auszunutzen. Die Kreditmarktposition von JPMorgan habe sich dadurch noch schneller verschlechtert, so der Bericht.
