Zum Börsenstart von Facebook haben die
US-Börsen am Freitag weiter nachgegeben. Die zuvor spürbare Euphorie
um das soziale Netzwerk wich schnell den enttäuschten Stimmen und so
waren es die fortwährenden Unsicherheiten um die Eurozone, die eine
Erholungsbewegung verhinderten. Anleger hätten vor dem Wochenende
das Risiko weiterhin gemieden, hieß es. Der Leitindex Dow Jones
Industrial gab zum Schluss um 0,59 Prozent auf 12.369,38
Punkte nach. Damit hat er an zwölf der letzten dreizehn Tage im
Minus geschlossen und in dieser Zeit fast sieben Prozent an Wert
eingebüßt. Sein Plus seit Jahresbeginn schrumpfte daraufhin auf nur
noch 1,25 Prozent. Allein im Laufe dieser Woche beläuft sich das
Minus auf rund dreieinhalb Prozent.
Der breiter gefasste S&P 500 ging derweil am Freitag
0,74 Prozent tiefer bei 1.295,22 Punkten und damit erstmals seit
vier Monaten unter der Marke von 1.300 Zählern aus dem Handel. Die
technologielastigen Indizes an der Nasdaq tendierten angesichts des
durchwachsenen Starts der Facebook-Aktien sogar noch
schwächer: Der Composite Index stand zur Schlossglocke
mit 1,24 Prozent im Minus bei 2.778,79 Zählern und der Auswahlindex
Nasdaq 100 verlor 1,22 Prozent auf 2.478,53 Punkte. Die
Aktien des sozialen Netzwerks standen bis zuletzt nur knapp über dem
Ausgabepreis. Das von einigen Marktteilnehmern für möglich gehaltene
Kursfeuerwerk ist somit ausgeblieben. Nur ein Eingreifen der Banken,
die den Börsengang begleiteten, dürfte einen Fall darunter
verhindert haben./tih/fn
ISIN XC0009694206 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0247 2012-05-18/22:24