"Wenn sich nun das Parlament offiziell mit den Reserven beschäftigt, muss die Bundesbank dazu beitragen, endlich die offenen Fragen zu klären", sagte Mißfelder. Die Debatte entzündet sich vor allem daran, dass ein großer Teil der Goldreserven bei ausländischen Notenbanken lagert - und dass die Bundesbank den Bestand seit Jahren nicht mehr physisch überprüft hat. Der Rechnungshof und ein weiterer Gutachter sehen darin einen Verstoß gegen Bilanzregeln, was die Bundesbank zurückweist - aus ihrer Sicht reichen Bestätigungen der ausländischen Notenbanken zum Goldbestand aus. "Aber können die Gutachten, die das Gegenteil besagen, einfach vom Tisch gewischt werden?", fragt Mißfelder. "Oder müsste die Bundesbank nicht doch selbst die Barren nachzählen?" Auch der CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler hatte die Bundesbank zuletzt wegen ihres Umgangs mit dem Thema Goldreserven kritisiert.