"Frankfurter Allgemeine Zeitung" zu Serbien:
"Mit seinem neuen Präsidenten Nikoli wird Serbien es nicht leicht haben, das EU-Beitrittskriterium "gutnachbarschaftliche Beziehungen" zu erfüllen. Das Kosovo wagte zwar auch Nikolis Vorgänger Tadi nicht als Staat anzuerkennen, doch der reiste immerhin nach Bosnien und nach Kroatien. (.) Nikolis Erfolg bedeutet nicht, dass die Serben zum Nationalismus der neunziger Jahre zurückkehren wollen. Sie haben nicht Nikoli gewählt, sondern Tadi abgewählt. Die wirtschaftliche Stagnation, der Verfall des serbischen Dinar und der Überdruss angesichts der Selbstgerechtigkeit von Tadis Demokratischer Partei haben die Wahl (knapp) entschieden. Dabei hat Tadi einiges erreicht: Serbien ist EU-Beitrittskandidat, die letzten flüchtigen Kriegsverbrecher wurden an das Haager Tribunal überstellt."/DP/he
AXC0004 2012-05-22/05:35
