Auch wenn die Bären im Moment den Handel zu bestimmen scheinen, sieht Marktexperte Andreas Lipkow das Bullenszenario mittel-bis langfristig intakt. "Die Nervosität ist auf jeden Fall noch vorhanden. Die politische Unsicherheit sorgt dafür, dass der Verkaufsdruck gleichbleibend groß ist", so Lipkow. "Demzufolge ist natürlich nicht auszuschließen, dass wir erst mal auf dem Niveau bleiben oder vielleicht noch mal unter die 6.300 gehen, aber das wird eher ein kurzfristiges Szenario sein." Nach zwei schwachen Tagen hat sich der DAX am Mittwoch etwas stabilisiert. Dank der Beruhigung an einigen europäischen Anleihemärkten machte der deutsche Leitindex seine Anfangsverluste großteils wett, die ihn bei 6.297 Punkten auf den niedrigsten Stand seit Mitte Januar gedrückt hatten. Zum Handelsschluss notierte er noch 0,26 Prozent tiefer bei 6.384,26 Punkten, blieb damit aber auch deutlich unter seinem Tageshoch von 6.443 Punkten. Auf Händlerseite hieß es, die wieder fallenden Renditen spanischer und italienischer Geldmarkttitel hätten die Sorgen um Griechenlands mögliches Ausscheiden aus der Eurozone zunächst kompensiert. Zudem hätten unerwartet positive US-Daten vom Immobilienmarkt und aus der Industrieproduktion für etwas Halt gesorgt.
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