Vom Sanierungsfall zum Wunschpartner: Der Solarkonzern Conergy hat sich erholt, gleich mehrere asiatische Unternehmen wollen mit ihm kooperieren. Sie erhoffen sich einen Zugang zum deutschen Markt.
Deutschland hat sich vom Eldorado der Solarbranche in ein Death Valley gewandelt. Eine Firma nach der nächsten bleibt auf der Strecke. Ein Kandidat galt schon vor allen anderen als Todeskandidat: die Hamburger Conergy AG. Nach einem beispiellosen Aufstieg stürzte der einst größte Solarkonzern der Welt im Jahr 2007 ab. Über eine Milliarde Euro hat das Unternehmen seitdem an Verlusten angehäuft, vier Kapitalerhöhungen wurden durchgeführt und eine Reihe von Vorständen durch seine Korridore geschleust.
Heute sind nach einer weiteren Notoperation, bei der Schulden in existenzgefährdender Höhe in Aktien umgewandelt wurden, Hedge-Fonds die neuen Herren im Haus. Eine Gruppe um den Investor York Capital und die Deutsche Bank hält rund die Hälfte der Anteile. Mit den Investoren kam Philip Comberg, ein Ex-Deutsch-Banker, der seit Januar Vorstandschef ist. An ihm liegt es, eine tragfähige Zukunft für den Konzern zu finden.
Der Wandel am Rande des Abgrundes hat ein Gutes: Conergy hat die Einschnitte hinter sich - und das zu einer Zeit, als Banken und Kunden gnädig gegenüber der Branche waren. So sieht das auch Comberg. "Aus dem Aufsichtsrat bin ich gebeten, worden ...
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