(Neu: Schlusskurse, weitere Meldung zu Spanien, Konjunkturdaten)
FRANKFURT/PARIS/MADRID (dpa-AFX) - Europäischen Bankaktien haben am Freitag keine einheitliche Richtung gefunden. Negative Nachrichten aus Spanien hätten zwar leicht belastet, sagten Börsianer. Gute Konjunkturdaten aus Europa und den USA aber hätten positiv gewirkt.
So stiegen im Dax die Papiere der Deutschen Bank
Der Dax
SPANISCHE HIOBSBOTSCHAFTEN
Dass die konujunktursensiblen Bankaktien nur wenig von der guten
Verbraucherstimmung profitierten, begründeten Händler zum einen mit
einer neuen Hiobsbotschaft aus Spanien. Dort reißt der Wirbel um die
teilverstaatlichte spanische Großbank Bankia
Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Finanzkreise berichtete, wird die Rettung der Bank für den spanischen Staat erheblich teurer als bislang angenommen. Danach will Bankia von der Regierung zusätzliche Hilfen in Höhe von mehr als 15 Milliarden Euro erbitten. Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte am Mittwoch noch von einer Summe von 9 Milliarden Euro gesprochen. Als zusätzliche Belastung für Bankaktien nannten Händler Berichte, wonach die autonome spanische Region Katalonien Staatshilfe benötige und die Schulden nicht mehr refinanzieren könne.
CHANCE AUF ERHOLUNG BEI BANKAKTIEN
Analyst Christian Hamann von der Hamburger Sparkasse sah in der Nachricht zu Bankia keine aktuelle Belastung für die Bankaktien. Die Unsicherheiten um das spanische Institut und den möglichen Austritt Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion seien längerfristiger Natur und dürften die Branchentitel deshalb an diesem Freitag nicht zusätzlich unter Druck gebracht haben. Vielmehr besäßen die Bankaktien nach den Verlusten der letzten Wochen nun die Chance auf eine Erholung./la/he
ISIN IT0004781412 DE0008032004 DE0005140008 FR0000130809
AXC0258 2012-05-25/18:30
