Zürich (ots) - Der Detailhandelskonzern Valora will enger mit der
Schweizerischen Post zusammenarbeiten und Kioske als Postagenturen
etablieren. Derzeit testet das Unternehmen an zwei Standorten das
neue Konzept, wie Verwaltungsratspräsident und Interims-Chef Rolando
Benedick gegenüber der "Handelszeitung" bestätigt. In den
Post-Kiosken können Kunden bis zu einer Höhe von 500 Franken Geld
einzahlen und abheben sowie Sendungen aufgeben und abholen.
Benedick hält den Versuch für vielversprechend. "Im Februar erzielten
wir im Vergleich zum Vormonat 15 Prozent mehr Frequenz." Valora habe
Erfahrung darin, Kiosk und Post zu verbinden. "In Deutschland
betreiben wir dieses Geschäft bereits im grösseren Ausmass." Valora
bietet an 18 deutschen Verkaufsstellen auch Postdienstleistungen an.
"Wir haben in Deutschland gezeigt, dass wir das können", so Benedick.
In der Schweiz betreibt Valora über 900 Kioske. Laut Benedick lässt
sich noch nicht sagen, wie gross das Potenzial des neuen
Geschäftsmodells ist. "Aber ich gehe davon aus, dass die Post unser
Konzept in kleineren Ortschaften umsetzen wird, wo es Sinn macht."
Post und Valora würden Synergien nutzen. "Erste Erfolge sind bereits
sichtbar", betont Benedick. Post-Sprecher Oliver Flüeler bestätigt
die Zusammenarbeit: "Selbstverständlich sind wir für Gespräche mit
interessierten Partnern offen - sei es Migros, Coop, Volg, SBB oder
allenfalls Valora." Die Post arbeitet heute bereits bei 436 Agenturen
mit Partnern zusammen. Detailhändler Volg betreibt allein 126
Agenturen.
Weiter sagt Benedick im Interview mit der "Handelszeitung", dass
Valora nicht an einem Migros- oder Coop-Manager für die Nachfolge des
scheidenden Konzernchefs Thomas Vollmoeller interessiert sei. "Sie
haben eine andere Kultur." Dagegen sucht Benedick bei Schweizer
Managern im Ausland sowie bei hier ansässigen Konsumgüterfirmen wie
Kraft Foods, Procter & Gamble und Emmi. Er kündigte an, dass sich der
Valora-Kiosk der Zukunft zu einem kleinen Convenience-Landen
entwickeln werde. "Ich glaube, ein grosser Trend der nächsten Jahre
ist das Mikro-Retailing. Der Kunde will dort kaufen, wo er gerade
ist. Das ist viel praktischer, als am Wochenende in riesige
Supermärkte zu fahren. Die Zukunft gehört dem kleinen Laden, der 10
oder 15 Quadratmeter gross ist. Wir müssen jene Kunden ansprechen,
die schnell etwas essen wollen. Und jene, die noch etwas zu essen
brauchen, das sie zu Hause nur noch aufwärmen müssen."
Originaltext: Handelszeitung
Digitale Medienmappe: http://www.presseportal.ch/de/pm/100009535
Medienmappe via RSS : http://www.presseportal.ch/de/rss/pm_100009535.rss2
Kontakt:
Mehr Informationen erhalten Sie unter der Tel.-Nummer: 043 444 59 00
Schweizerischen Post zusammenarbeiten und Kioske als Postagenturen
etablieren. Derzeit testet das Unternehmen an zwei Standorten das
neue Konzept, wie Verwaltungsratspräsident und Interims-Chef Rolando
Benedick gegenüber der "Handelszeitung" bestätigt. In den
Post-Kiosken können Kunden bis zu einer Höhe von 500 Franken Geld
einzahlen und abheben sowie Sendungen aufgeben und abholen.
Benedick hält den Versuch für vielversprechend. "Im Februar erzielten
wir im Vergleich zum Vormonat 15 Prozent mehr Frequenz." Valora habe
Erfahrung darin, Kiosk und Post zu verbinden. "In Deutschland
betreiben wir dieses Geschäft bereits im grösseren Ausmass." Valora
bietet an 18 deutschen Verkaufsstellen auch Postdienstleistungen an.
"Wir haben in Deutschland gezeigt, dass wir das können", so Benedick.
In der Schweiz betreibt Valora über 900 Kioske. Laut Benedick lässt
sich noch nicht sagen, wie gross das Potenzial des neuen
Geschäftsmodells ist. "Aber ich gehe davon aus, dass die Post unser
Konzept in kleineren Ortschaften umsetzen wird, wo es Sinn macht."
Post und Valora würden Synergien nutzen. "Erste Erfolge sind bereits
sichtbar", betont Benedick. Post-Sprecher Oliver Flüeler bestätigt
die Zusammenarbeit: "Selbstverständlich sind wir für Gespräche mit
interessierten Partnern offen - sei es Migros, Coop, Volg, SBB oder
allenfalls Valora." Die Post arbeitet heute bereits bei 436 Agenturen
mit Partnern zusammen. Detailhändler Volg betreibt allein 126
Agenturen.
Weiter sagt Benedick im Interview mit der "Handelszeitung", dass
Valora nicht an einem Migros- oder Coop-Manager für die Nachfolge des
scheidenden Konzernchefs Thomas Vollmoeller interessiert sei. "Sie
haben eine andere Kultur." Dagegen sucht Benedick bei Schweizer
Managern im Ausland sowie bei hier ansässigen Konsumgüterfirmen wie
Kraft Foods, Procter & Gamble und Emmi. Er kündigte an, dass sich der
Valora-Kiosk der Zukunft zu einem kleinen Convenience-Landen
entwickeln werde. "Ich glaube, ein grosser Trend der nächsten Jahre
ist das Mikro-Retailing. Der Kunde will dort kaufen, wo er gerade
ist. Das ist viel praktischer, als am Wochenende in riesige
Supermärkte zu fahren. Die Zukunft gehört dem kleinen Laden, der 10
oder 15 Quadratmeter gross ist. Wir müssen jene Kunden ansprechen,
die schnell etwas essen wollen. Und jene, die noch etwas zu essen
brauchen, das sie zu Hause nur noch aufwärmen müssen."
Originaltext: Handelszeitung
Digitale Medienmappe: http://www.presseportal.ch/de/pm/100009535
Medienmappe via RSS : http://www.presseportal.ch/de/rss/pm_100009535.rss2
Kontakt:
Mehr Informationen erhalten Sie unter der Tel.-Nummer: 043 444 59 00
© 2012 news aktuell-CH
