Wechselt ThyssenKrupp-Stahlchef Edwin Eichler an die Spitze eines Reisekonzerns? Es bleibt ein Gerücht, aber die Art und Weise wie TUI-Aufsichtsratschef Klaus Mangold dementiert, öffnet weiteren Spekulationen Tür und Tor.
Der geschickteste Wortpsychologe war er nicht, der Professor Dr. Mangold, als er seine Pressemitteilung unterschrieb. Zwar wies der Chefkontrolleur gleich zu Anfang seiner längeren Ausführungen Spekulationen zurück, dass ThyssenKrupps Stahlchef Edwin Eichler als Nachfolger von Michael Frenzel das Kommando bei der TUI in Hannover übernimmt. Aber dann folgen Einsichten und Gedanken des Professors, die aufhorchen lassen: Das Tourismusgeschäft sei "komplex", stellt TUI-Oberkontrolleur Mangold fest, und da sei es "ganz natürlich", dass der Konzern frühzeitig "mit der Nachfolgesuche beginnt". Es gebe aber noch "keine Festlegungen". Es knallhartes Dementi, wozu sich Michael Frenzel im Laufe seiner Karriere häufig genötigt sah, sieht anders aus.
Frustrierte 50-Jährige Jungmanager
Gäbe es solche Festlegungen, müsste sich ThyssenKrupp auch umgehend zu einer adhoc-Mitteilung entschließen. Denn ein Wechsel eines Leistungsträgers im Vorstand, der im verlustreichen Revierkonzern das Stahlgeschäft retten soll, würde ThyssenKrupp bis ins Mark treffen. Und es würde sich die Frage stellen, ob nicht andere, früher als "Kronprinzen" ins eherne Haus geholten Jungmanager, die nun um die 50 Jahre alt sind, nun frustriert von der Unbeweglichkeit des Konzerns die Flinte ins Korn, oder wie man bei ThyssenKrupp sagt, in den Konverter werfen. Als der frühere Siemens-Industriechef ...
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