Europäische Kartendienste werfen dem Bundesamt für Kartographie vor, wertvolle Daten zu Dumpingpreisen an Google zu verramschen. Dem Steuerzahler entständen Hunderte Millionen Euro Schaden.
Vollmundig schwärmte das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie im September 2011, es habe einen Lizenzvertrag mit Google abgeschlossen, der "beispielhaft ist für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung". Die Behörde, die dem Bundesinnenministerium untersteht, sammelt Geodaten und Luftaufnahmen aus den 16 Bundesländern und gibt diese Informationen an Google Maps weiter, den Kartendienst des Suchmaschinenbetreibers. Genau dieses Abkommen sorgt nun für Ärger. Wettbewerber von Google Maps werfen dem Amt vor, es verramsche blauäugig die Daten und verschenke so jährlich rund 800 Millionen Euro.
Das Berliner Stadtplan-Unternehmen Euro Cities hat inzwischen eine Anzeige beim Bundesrechnungshof erstattet. Denn Google erlaubt Tausenden Betreibern anderer Web-Sites, Google-Karten in ihre Internet-Seiten einzubauen – und damit Daten des Bundesamtes. Die Weitergabe erfolgt über eine digitale Schnittstelle, die sogenannte ...
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