Ein Großteil der Deutschen hat nach Ansicht des Konsumforschers Rolf Bürkl den Anschluss an die komplexe Debatte um die Euro-Schuldenkrise verloren. "Die Mehrheit der Bundesbürger ist aus der engeren Diskussion ausgestiegen ",sagte der Experte. Entsprechend hätten die aktuellen Turbulenzen in der Euro-Zone derzeit kaum Auswirkungen auf die Konsumstimmung hierzulande. "Das ist für sie wirklich eine sehr komplexe und -weil sie sich noch nicht persönlich betroffen fühlen -auch sehr abstrakte Diskussion ",schilderte Bürkl das Problem vieler Bürger. "Und da kommt hinzu, dass bei den Verbrauchern vielleicht auch so ein gewisser "Gewöhnungseffekt "auf die schlechten Nachrichten aus Europa eingesetzt hat. Sollte etwa der Ausstieg Griechenlands aus der Euro-Zone mit höheren Steuern finanziert werden müssen oder würde die Einführung von Eurobonds die Zinsen für Deutschland verteuern, sei die Situation schnell eine ganz andere, erläuterte der Fachmann. "Dann könnte es natürlich wirklich auch für die Verbraucherstimmung konkret und für das Konsumklima kritisch werden. "Im Moment jedoch seien die Deutschen eher von den Entwicklungen im Inland beeinflusst, schilderte Bürkl. "Also die Meldungen über die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal, das ja überaus erfreulich war, die Meldungen vom Arbeitsmarkt, die Tarifabschlüsse -das sind alles für die Verbraucher positive Nachrichten. "
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