Händler verwiesen auf Berichte, wonach die spanische Region Katalonien ihre Schulden nicht mehr refinanzieren könne und Staatshilfen benötige. Alarmzeichen kämen auch vom Rentenmarkt. Nachdem am Morgen in Europa noch eine Entspannung mit fallenden Renditen bei spanischen und italienischen Anleihen zu spüren gewesen sei, habe sich dieser Trend komplett gedreht. Zuvor habe neuer Optimismus hinsichtlich eines Verbleibs Griechenlands in der Eurozone die Index-Futures gestützt, sagten Marktbeobachter mit Verweis auf entsprechende Aussagen des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti. Der Regierungschef hatte gesagt, dass die Mehrheit der europäischen Regierungschefs die Ausgabe gemeinsamer Anleihen (Eurobonds) unterstütze. Die Aussagen Montis zu den Eurobonds stehen allerdings im Widerspruch zu anderen Äußerungen. Beispielsweise hatte Luxemburgs Regierungschef und Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker unlängst gesagt, auf dem jüngsten EU-Sondergipfel habe es keine Mehrheit für die Einführung von Eurobonds gegeben. Auch positive US-Konjunkturdaten konnten die US-Börsen nicht spürbar stützen. In den USA hatte sich das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima im Mai stärker aufgehellt als zunächst ermittelt. Der Index sei von 76,4 Punkten im Vormonat auf 79,3 Zähler gestiegen, teilte die Universität am Freitag in einer zweiten Schätzung mit. Zunächst war lediglich ein Anstieg auf 77,8 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten hingegen mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet. Damit ist die Stimmung der Verbraucher zurzeit so gut wie zuletzt vor viereinhalb Jahren. Unser Korrespondentin Franziska Schimke berichtet über das aktuelle Marktgeschehen in den USA.
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