In dieser Woche haben wir Ihnen einen kurzfristigen Trendkanal im FDAX gezeigt, der von Anfang Mai an Gültigkeit hatte und erst am 22. Mai nach oben verlassen wurde. Da aus dem Ausbruch jedoch keine entsprechende Aufwärtsbewegung resultierte, verlor der damit verbundene Bodenbildungsversuch seine Gültigkeit. Daraus resultiert für viele Leser vielleicht die Frage, an welchen Marken im DAX man sich nun orientieren soll.
An diesem Trend können Sie sich nun orientieren
Und an dieser Stelle können wir auf den mittelfristigen Trendkanal verweisen, den Sie weiterhin verfolgen können. Denn dieser Trendkanal ist offensichtlich noch vollkommen intakt.
Da der Trend bereits seit Ende März Bestand hat und damit länger als der kurzfristige Trend ist, darf man diesem auch mehr Relevanz beimessen.
Dow Jones - alles auf Verkaufen?
Nicht ganz so gut oder besser gesagt ähnlich schlecht sieht es beim Dow Jones aus. Hier hatten wir ebenfalls einen kurzfristigen Abwärtstrend ausgemacht und eine Ermüdung der Abwärtsbewegung festgestellt. Bei einem Ausbruch aus dem abgeflachten Trend nach oben hätten wir dem Dow Jones enormes Kurspotential im Rahmen seiner längerfristigen Seitwärtsbewegung bescheinigt, doch leider schaffte auch der Dow Jones keinen erfolgreichen Ausbruch und so mussten auch hier weitere Kursverluste hingenommen werden.
Nun könnte man eine ähnliche Ermüdung wie Mitte Mai nun auch zum aktuellen Zeitpunkt feststellen, wenn man die Trendkanäle einfach ein wenig verschiebt.
Das Problem ist nur, dass der Dow Jones jetzt aber weit unter seiner längerfristigen Seitwärtsbewegung notiert.
Offenbar hat die hier vor einiger Zeit vorgestellte Keilformation nun doch ihre volle Kraft entfaltet und dynamische Kursverlusten generiert.
Rein charttechnisch steht alles auf Verkaufen
Von dem her muss die Antwort in der Zwischenüberschrift, ob im Dow Jones nun alles auf Verkaufen steht, aus charttechnischer Sicht klar mit "Ja" beantwortet werden. Insbesondere auch nach dem sich im DAX die Bodenbildungsversuche bislang nicht durchsetzen konnten.
Eindeutig bullische Signale abwarten
Bevor nun wieder eindeutig bullishe Signalen generiert werden können, muss noch einiges geschehen. So wäre ein erstes Signal, wenn es zu einem Ausbruch nach oben aus dem kurzfristig abgeschwächte Trendkanal kommt. In diesem Fall dürfte der Dow Jones schnell wieder versuchen, in die Seitwärtsbewegung zurück zu gelangen.
Hoffnungsschimmer: günstige Bewertungsrelation
Gerade für den DAX sollte man trotzdem nicht allzu pessimistisch werden. Schließlich unterstützt die sehr günstige Bewertung des DAX, insbesondere im Vergleich zum Rentenmarkt, die Kursentwicklung (wie wir am Mittwoch bereits beschrieben haben.) Es ist zudem auffällig, dass der DAX heute vor dem Wochenende im Plus schloss, obwohl der Austritt Griechenlands aus dem Euro immer wahrscheinlicher wird. Eine nachhaltige Bodenbildung könnte daher in nicht allzu weiter Ferne liegen.
Ihr
Stockstreet-Team
