NEW YORK (Dow Jones)--Das Euro-Sorgenkind Spanien hat am Freitag die Investoren an Wall Street zu Verkäufen getrieben. Auch gute Konjunkturdaten aus den USA konnten nichts daran ändern. Zudem steht wie in vielen europäischen Ländern auch in Amerika ein langes Feiertagswochenende an, vor dem die Anleger häufig vorsichtig werden. Denn am Montag bleiben die Börsen in den USA wegen des Feiertags Memorial Day geschlossen, der in diesem Jahr auf den Pfingstmontag fällt.
Der Dow-Jones-Index verlor 0,6 Prozent auf 12.455 Punkte. Der S&P-500 ging 0,2 Prozent leichter bei 1.318 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq Composite fiel um 0,1 Prozent auf 2.838 Punkte. Der Umsatz sank auf 0,60 (Donnerstag: 0,80) Milliarden Aktien. Dabei standen den 1.544 (1.760) Kursgewinnern 1.453 (1.274) -verlierer gegenüber, 130 (106) Titel schlossen unverändert.
Die jüngste Serie guter amerikanischer Konjunkturdaten hat sich fortgesetzt, die US-Verbraucherstimmung im Mai über Erwarten aufgehellt. In der zweiten Lesung stieg der Michigan-Index auf 79,3, während Volkswirte mit 77,8 gerechnet hatten. Die Verbraucher "trotzen damit den derzeit wieder grassierenden Krisenängsten", urteilte Heinrich Bayer von der Postbank.
Doch die Daten gerieten in den Schatten neuer Hiobsbotschaften aus Europa. Dort geriet man von der Griechen-Grippe in die Spanien-Sorge: Am Abend wurde gemeldet, dass das angeschlagene Finanzinstitut Bankia Staatshilfe in Höhe von 19 Milliarden Euro erbittet. Damit nicht genug hat auch die Region Katalonien wegen ihrer Verschuldung die spanische Regierung um Hilfe gebeten.
Das trieb die Renditen spanischer Staatsanleihen nach oben und ließ die Anleger auf Sicherheit setzen. Sie kauften US-Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen sank auf 1,75 Prozent. Der Dollar wertete zum Euro auf. Die europäische Währung markierte im Tagesverlauf ein neues Jahrestief bei 1,2496 Dollar. Am Ölmarkt agierten die Teilnehmer im Vorfeld weiterer Gespräche mit dem Iran zurückhaltend. Der Preis für das US-Öl der Sorte WTI stieg um 0,2 Prozent auf 90,86 Dollar.
Am Aktienmarkt waren Delphi gefragt. Die Titel des Automobilzulieferers gewannen 2,7 Prozent, nachdem das Unternehmen am späten Donnerstag die Übernahme der Sparte Motorized Vehicles der FCI Group verbindlich zugesagt hatte. Der Kaufpreis beträgt 972 Millionen US-Dollar bzw 765 Millionen Euro.
VeriFone Systems brachen um 15,5 Prozent ein. Das Unternehmen hat zwar im zweiten Geschäftsquartal besser abgeschnitten als erwartet, doch enttäuschte der Ausblick. Semtech steigerten sich um 1,6 Prozent, obwohl das Erstquartalsergebnis des Chipherstellers die Erwartungen knapp verfehlt hatte.
Facebook gaben 3,4 Prozent auf 31,91 Dollar nach, nachdem sie sich in den letzten beiden Tagen erholt hatten. Die Aktie bleibt damit weiterhin deutlich unter dem Emissionspreis von 38 Dollar.
=== Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs. Dow Jones Industrial 12.454,07 -0,6% -75,68 S&P-500 1.317,80 -0,2% -2,88 Nasdaq-Composite 2.837,53 -0,1% -1,85 Nasdaq-100 2.527,05 -0,2% -4,30 COUPON ISSUE PRICE CHANGE YIELD CHANGE 1/4% 2-year 99 29/32 up 0/32 0,293% -0,4BP 1/4% 3-Year 99 17/32 up 1/32 0,409% -0,8BP 7/8% 5-year 99 10/32 up 2/32 0,762% -1,1BP 1 1/4% 7-Year 99 20/32 up 4/32 1,179% -2,0BP 2% 10-year 100 1/32 up 3/32 1,747% -1,2BP 3 1/8% 30-year 103 1/32 dn 1/32 2,849% +0,2BP DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.54 Uhr Do, 18.00 Uhr EUR/USD 1,2514 -0,36% 1,2559 1,2583 EUR/JPY 99,6598 -0,35% 100,0078 100,0095 EUR/CHF 1,2013 -0,03% 1,2016 1,2025 USD/JPY 79,6450 0,00% 79,6470 79,4800 GBP/USD 1,5659 -0,08% 1,5671 1,5697 === DJG/DJN/raz
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May 25, 2012 16:12 ET (20:12 GMT)
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