Vor dem langen Wochenende war angesichts der Unsicherheiten aus Europa nicht mit großen Sprüngen an der Wall Street gerechnet worden. Der Dow Jones startete mit einem kleinen Verlust von 0,1 Prozent bei 12.512 Punkten in den Handel. An der Wall Street standen zum Wochenschluss gemischte Nachrichten aus der Eurozone und positiven US-Konjunkturdaten gegenüber.
Händler verwiesen auf Berichte, wonach die spanische Region Katalonien ihre Schulden nicht mehr refinanzieren könne und Staatshilfen benötige.
Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Mai 2012 gegenüber dem Vormonat verbessert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan vom Freitag. So stieg der Gesamtindex auf revidiert 79,3 Punkte (vorläufig: 77,8 Punkte), nachdem im Vormonat noch ein Stand von 76,4 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren zuvor nur von einem Wert von 77,5 Punkten ausgegangen.
Der Dow Jones geht zum Wochenschluss 0,6 Prozent schwächer bei 12.455 Punkten aus dem Handel. Der Index konnte die 12.500 Punkte Marke somit nicht verteidigen. Auf Wochensicht gesehen bedeutet das allerdings ein Plus von 0,7 Prozent. Der Nasdaq Composite verlor 0,1 Prozent und schloss bei 2.838 Zählern. Auch der breiter gefasste S&P 500 gibt Punkte ab und schließt bei 1.318 Punken mit einem Minus von 0,2 Prozent.
Die größten Gewinner im Dow Jones waren: Hewlett Packard (+2,6%), Wal-Mart (+0,4%) und Intel (+0,4%). Die größten Verlierer waren: Bank of America (-2,0%), Caterpillar (-1,6%) und JPMorgan Chase (-1,4%).
Facebook setzt auf Smartphone-Fotos. Erst fädelte das weltgrößte Online-Netzwerk die Übernahme der Bilder-Plattform Instagram ein, jetzt folgt die eigene App. Mit der "Facebook Camera" kann man wie bei Instagram Bilder mit Farbfiltern bearbeiten, aber zudem auch stapelweise bei Facebook hochladen. Zudem hab es Neuigkeiten rund um den Börsengang. Das Gemeinschaftsunternehmen der Investmentbanken Morgan Stanley und Citigroup, Morgan Stanley Smith Barney, will nach dem Debakel um den Börsengang von Facebook einige Investoren entschädigen. Morgan Stanley wolle einen Teil des durch den Börsengang erzielten Gewinns für die Ausgleichszahlung der Investoren verwenden. Die Facebook-Aktien setzte ihre Talfahrt nach zwei freundlicheren Handelstagen fort und verliert 3,4 Prozent.
Der Europachef von Apple, Pascal Cagni, verlässt laut einem Zeitungsbericht nach zwölf Jahren das Unternehmen. Der 50 Jahre alte Manager habe am Mittwoch seinen Rücktritt eingereicht, hieß es.Der Rücktritt von Cagni steht nach Einschätzung von Experten im Kontext von Veränderungen im Apple-Management, die Konzernchef Tim Cook derzeit plant und vornimmt. Es gab aber auch weitere Nachrichten von Apple. Apple-Chef Tim Cook verzichtet auf 75 Millionen US-Dollar - rund 57 Millionen Euro - an Dividenden, die ihm in den kommenden Jahren zustünden. Der erfolgreiche iPhone- und iPad-Hersteller wird ab dem Sommer wieder eine Dividende von 2,65 US-Dollar im Quartal zahlen. Die Aktie 0,5 Prozent im Minus.
Eine Sparte der größten US-Bankgesellschaft JPMorgan Chase & Co. hat Presseangaben zufolge Wetten auf angeschlagene Firmen abgeschlossen, darunter die LightSqaured Inc., ein Spezialist für Mobilfunktechnologie. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag berichtet, wurden die Investments durch einen separaten Teil der gleichen JPMorgan-Sparte getätigt, welche bereits in den kürzlich bekannt gewordenen 2 Milliarden US-Dollar schweren Verlust verwickelt war. Jedoch war keiner der Verluste direkt mit der Sparte - genannt Special Investments Group - verbunden, so die Zeitung. Die Aktie verliert 1,4 Prozent.
Der PC-Hersteller Dell prüft Kreisen zufolge den Kauf des Software-Unternehmens Quest. Dell sei einer von mehreren Interessenten für dieses Geschäft, heißt es aus Medienkreisen. Quest, dessen Marktwert bei gut zwei Milliarden US-Dollar liegt, stellt unter anderem Software für Datenmanagement und Server her. Dell hat sein Geschäft wegen der Schwäche des Marktes mit Hardware zuletzt auf Netzwerk- und Speichertechnik ausgeweitet. Zudem wurde bekannt, das Dell die Akquisition von Wyse Technology abgeschlossen hat. Dell stärkt damit seine Kompetenzen bei der Desktop-Virtualisierung. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. Die Aktie mit 0,1 Prozent leicht im Minus.
Der amerikanische Technologiekonzern NetApp hat im vierten Quartal zwar Umsatz und Gewinn stärker als erwartet gesteigert, der Ausblick auf das laufende erste Quartal enttäuschte jedoch. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum um 19 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich um 13 Prozent auf 180,7 Millionen US-Dollar bzw. 47 Cents je Aktie. Die Aktie schließt 0,7 Prozent im Minus.


