Stuttgart (ots) - Wenn Politiker nach Aserbaidschan reisen, geht es meist eher um Öl und Gas als um Menschenrechte. Umso jämmerlicher wirkt da die Forderung von Berufsempörten wie dem Grünen Volker Beck, der die trällernden Teilnehmer des ESC zu politischer Haltung verdonnert. Missstände anzusprechen ist nicht die Aufgabe von 21-jährigen Sängerinnen, sondern von gestandenen Politikern. Falls nach diesem Samstagabend auch jene Leute etwas sagen, die wirklich was zu sagen hätten, wäre den Aserbaidschanern sicher mehr geholfen als mit effekthascherischen Auftritten, moralinsauren Vorträgen oder Boykottdrohungen.
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