Anzeige
Mehr »
Dienstag, 09.06.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Pentagon in Alarmbereitschaft? Dieser Rohstoff könnte jetzt Gold in den Schatten stellen
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
198 Leser
Artikel bewerten:
(1)

MÄRKTE EUROPA/EZB-Spekulation stützt Aktien - Euro fällt

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Spekulation um ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) in der europäischen Bankenkrise hat Europas Börsen am Dienstag eine kleine Erholung verschafft. Von Amsterdam über Paris und Mailand bis Athen verschafften sich die Kurse etwas Luft. Von Durchatmen bei risikoreichen Anlagen konnte jedoch keine Rede sein: Der Euro geriet im späten Handel unter die Räder und fiel zum Euro auf den tiefsten Stand seit Anfang Juli 2010.

Am Nachmittag kamen Gerüchte auf, die EZB könne kurz nach dem Handelsschluss ein Statement zur immer schwierigeren Lage etlicher europäischer Finanzhäuser veröffentlichen. Details konnten Händler jedoch nicht berichten. Die Spekulation allein reichte jedoch aus, um die Kurse auf breiter Front nach oben zu treiben. Der Euro-Stoxx-50 stieg im Tageshoch um 1,2 Prozent. Am Ende des Handels stand für ihn ein Plus von 0,6 Prozent auf 2.160 Punkte zu Buche. Der DAX gewann 1,2 Prozent auf 6.397 Punkte.

An der Börse von Madrid brachen Aktien der stark angeschlagenen Bankia um 16,3 Prozent ein, nachdem sie schon am Pfingstmontag um 13 Prozent abgerutscht waren. Die Kosten für die Rettung des angeschlagenen spanischen Bankensektors laufen aus dem Ruder. Ohne Unterstützung der EZB und/oder des europäischen Rettungsschirms EFSF dürfte Spanien der Lage letztlich kaum noch Herr werden.

Madrid und Lissabon waren folglich die einzigen europäischen Handelsplätze, wo die Leitindizes erneut nachgaben. Aktienschwergewichte wie Telefonica oder Telecom Italia wurden dort verkauft und verloren jeweils knapp 3 Prozent. Papiere der italienischen Bank Banca Popolare di Milano stürzten zwischenzeitlich um 12 Prozent ab, erholten sich anschließend wieder und gingen mit einem Minus von knapp 4 Prozent aus dem Handel.

Alle Hoffnung ruht auf der EZB

"Wenn die EZB nicht bald handelt, kann das gesamte Bankensystem und damit auch der Euro den Bach runtergehen", resümierte ein Händler. Aus dieser Haltung heraus seien am Nachmittag wohl auch die Gerüchte um ein klärendes Wort der Euro-Notenbank aufgekommen. "Einen weiteren Flächenbrand unter den Geldhäusern kann die Politik nicht mehr stemmen, nur die Zentralbanken", attestierte ein anderer Händler.

Banken zählten folgerichtig mit einem Minus von 0,4 Prozent zu den wenigen Verlierern unter den Sektoren. Bei einem wöchentlichen Finanzierunsgeschäft der EZB, bei der die Notenbank die Geschäftsbanken mit Liquidität versorgt, nahmen die Geldhäuser mit insgesamt 51,2 Milliarden Euro rund 13 Milliarden Euro mehr auf als vor einer Woche. "Man kann nun spekulieren, dass die Banken wegen der starken Liquiditätsengspässe spanischer Häuser mehr EZB-Geld aufnehmen wollten oder mussten", sagte ein Händler.

Anders sah es bei den konjunktursensiblen Sektoren aus: Diese wurden wie schon oft in den vergangenen Wochen von der Erwartungen befeuert, China könnte die Wirtschaft ankurbeln. Das ließ den Automobilsektor um 3,2 Prozent anziehen, Chemiewerte um 2,1 Prozent und Rohstoffproduzenten um 2,1 Prozent.

Der Euro handelte den gesamten Tag über zum Dollar um die Marke von 1,2550 Dollar. Gegen 17.30 Uhr MESZ geriet er jedoch unter starken Abwertungsdruck und fiel bis auf 1,2461 Dollar, den tiefsten Stand seit dem 1. Juli 2010. Auch zum Yen brach der Euro ein auf den niedrigsten Stand seit Mitte Januar. "Die Sorge, dass Madrid gerettet werden muss, sucht die Märkte immer wieder heim", sagte Chris Beauchamp, Analyst von IG Index in London mit Blick auf das hoch verschuldete Spanien.

Flucht in Bundesanleihen reißt nicht ab

An den Märkten für Anleihen stiegen die Kosten, die Investoren für Absicherungen gegen einen Ausfall Spaniens als Schuldner zahlen müssen, auf ein neues Rekordhoch. Parallel dazu stieg auch der Bund-Future, ein Terminkontrakt auf deutsche Staatsanleihen, erneut auf ein Allzeithoch.

Investoren fliehen also weiter in sichere Staatsanleihen. "Die unsichere Lage in Griechenland und Spanien bietet weiterhin eine gute Unterstützung für sichere Anlagen", sagte Ralf Umlauf von der Helaba und fügte hinzu: "Auch französische Staatsanleihen erfreuen sich in diesen Tagen großer Beliebtheit".

Am deutschen Aktienmarkt profitierten BMW, Daimler, MAN und VW von den Hoffnungen auf Wachstumsimpusle aus China. Die Kurse stiegen zwischen 2,8 und 4,3 Prozent. Die T-Aktie schloss sich den Kursverlusten der südeuropäischen Wettbewerber Telefonica und Telecom Italia an und verlor 1,1 Prozent.

Die Deutsche Post muss der Bundesregierung weniger Beihilfe zurückzahlen als zunächst befürchtet. Anstatt der von der Europäischen Union geschätzten 500 Millionen Euro bis 1 Milliarde Euro verlangt die Bundesregierung nur 298 Millionen Euro. Die Aktie gelb legte daraufhin um 1,6 Prozent zu.

Europäische Schlussindizes am Dienstag, 29. Mai: 
 
             Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
                               stand      absolut         in %          seit 
                                                                Jahresbeginn 
Europa       Euro-Stoxx-50   2160,31        12,39        +0,6%          -6,7 
             Stoxx-50        2289,35        11,08        +0,5%          -3,4 
             Stoxx-600        244,30         1,83        +0,8%          -0,1 
Frankfurt    XETRA-DAX       6396,84        73,65        +1,2%           8,5 
London       FTSE-100        5391,14        34,80        +0,6%          -3,2 
Paris        CAC-40          3084,70        41,73        +1,4%          -2,4 
Amsterdam    AEX              295,27         2,51        +0,9%          -5,5 
Athen        ATHEX-20         192,59         1,66        +0,9%         -27,3 
Brüssel      BEL-20          2130,19        12,53        +0,6%           2,2 
Budapest     BUX            16492,86        79,42        +0,5%          -2,8 
Helsinki     OMXH-25         1903,75        22,10        +1,2%          -2,0 
Istanbul     NAT30          66506,54      1007,85        +1,5%           7,8 
Kopenhagen   OMXC-20          444,09         0,16        +0,0%          13,9 
Lissabon     PSI 20          4616,10       -48,92        -1,1%         -16,9 
Madrid       IBEX-35         6401,20      -149,50        -2,3%         -27,0 
Mailand      FTSE-MIB       13107,13        49,87        +0,4%         -13,1 
Moskau       RTS             1294,81         9,87        +0,8%          -6,3 
Oslo         OBX              364,01         2,28        +0,6%           1,8 
Prag         PX               878,10        12,40        +1,4%          -3,6 
Stockholm    OMXS-30         1001,83        16,71        +1,7%           1,4 
Warschau     WIG-20          2090,74        35,05        +1,7%          -2,5 
Wien         ATX             1929,97         8,90        +0,5%           2,0 
Zürich       SMI             5914,73        49,54        +0,8%          -0,4 
 
 
DEVISEN  zuletzt  '+/- %  Di, 8.00 Uhr  Mo, 17.40 Uhr 
EUR/USD   1,2478  -0,45%        1,2535         1,2538 
EUR/JPY  99,1558  -0,57%       99,7269        99,6220 
EUR/CHF   1,2010  -0,08%        1,2020         1,2019 
USD/JPY  79,4650  -0,12%       79,5590        79,4520 
GBP/USD   1,5626  -0,33%        1,5678         1,5681 
 
DJG/bek/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

May 29, 2012 12:54 ET (16:54 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Software-Aktien vor, die besonders aussichtsreich positioniert sind – mit starker Marktstellung, attraktiver Bewertung und hohem Aufholpotenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Software-Rebound Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.