Angesichts weltweit schwächelnder
Konjunktursignale habe die US-Börsen am Freitag ihre Talfahrt der
vergangenen Tage fortgesetzt. Nach negativen Arbeitsmarktdaten aus
den USA und wegen der eingetrübten Indikatoren aus Europa und China
baute der Dow Jones Industrial
Für den marktbreiten S&P 500-Index
"Die Liste der negativen Nachrichten wird immer länger", sagte ein weiterer Marktbeobachter mit Blick auf die jüngsten Unsicherheitsfaktoren. Zu den Sorgen um die Eurozone hätten sich nun die sich weltweit eintrübenden konjunkturellen Anzeichen hinzugesellt. Gemäß dem offiziellen Arbeitsmarktbericht vom Freitag sind in den USA im Mai viel weniger Jobs geschaffen worden als erwartet. Im Monatsvergleich stieg die Beschäftigung um 69.000 Stellen, während Volkswirte mit einem Zuwachs um 150.000 Stellen gerechnet hatten. Zudem war die Arbeitslosenquote im Mai überraschend gestiegen.
Hinzu kamen als Belastung schwache Einkaufsmanagerindizes aus Spanien und England sowie die Stimmung in der chinesischen Industrie, die sich stärker verschlechtert hatte als von Volkswirten erwartet. Auch der eine halbe Stunde nach Börseneröffnung veröffentlichte ISM-Einkaufsmanagerindex sank stärker als erwartet.
Inzwischen schallen von vielen Seiten wieder laute Rufe nach der amerikanischen Notenbank. Am greift wieder die Hoffnung um sich, die Fed könne mit einem dritten Programm zur monetären Lockerung (QE3) doch noch der US-Wirtschaft unter die Arme greifen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die obersten Währungshüter zu dieser ankurbelnden Maßnahme greifen werden, sei gestiegen, sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Dies zeige sich derzeit unter anderem auch an dem steigenden Goldpreis, da das Edelmetall als Inflationsabsicherung gesehen wird.
Im Dow war das Kurstableau durchweg rot. Besondere Schwäche
zeigten vor allem Banken und Finanzwerte. Bank of America
Um gut viereinhalb Prozent abwärts ging es auch für die Aktien
von Hewlett-Packard
Der steigende Goldpreis verschaffte den Branchenaktien dagegen
besonderen Auftrieb: Im S&P 500 schossen Newmont Mining um knapp
acht Prozent in die Höhe und führten damit den Index an. Größter
Gewinner im Nasdaq-100-Index waren Randgold Ressources
Facebook-Papiere
ISIN XC0009694206 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0248 2012-06-01/20:19
