Wie reagiert die US-Notenbank auf die unerwartet schlechten Konjunkturnachrichten der vergangenen Woche? Dies fragen sich Börsianer jetzt gespannt - und spekulieren über mögliche Auswege aus der Unsicherheit.
Die Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor einem Ausschuss des Kongresses wird in der neuen Woche wohl die Wall Street am stärksten beschäftigen. Börsianer erhoffen sich von seinem Auftritt am Donnerstag Hinweise auf den Zustand der Konjunktur. Nach den katastrophalen Arbeitsmarktdaten am Freitag sei es möglich, dass die Federal Reserve weitere Stützungsmaßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft ankündige, sagte Tom Porcelli von RBC Capital Markets in New York. "Der einzige Grund, den die Fed vom Handeln abhielt, war der Aktienmarkt. Nun aber geht es dort bergab. Die Börsen fallen - und das war die letzte Hürde für die Fed. Alle anderen Kriterien für ein Eingreifen der Fed sind bereits erfüllt", fügte Porcelli hinzu.
Der US-Arbeitsmarkt entwickelte sich unerwartet schlecht und schürte damit Sorgen vor einer Abschwächung der globalen Konjunktur. In der weltgrößten Volkswirtschaft entstanden im Mai nur 69.000 neue Jobs und damit so wenig wie seit einem Jahr nicht mehr. Experten hatten im Schnitt mit 150.000 ...
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