Der Wolfsburger Autobauer baut seine Spitze um. Die Rochaden zeigen, wie hoch der Leistungsdruck ist: Schon kleine Patzer können die Karriere kosten.
Glückwünsche zum Geburtstag gab es vom Mitarbeitermagazin "Autogramm" und auch von Betriebsratsratschef Bernd Osterloh: "Mit Martin Winterkorn", lobte der Gewerkschafter und VW-Aufsichtsrat, "ist Volkswagen zu einem Unternehmen geworden, das nicht nur die besten Autos baut, sondern auch bester Arbeitgeber sein will. Martin Winterkorn liegen nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Menschen im Konzern am Herzen." Daraus folgen die besten Glückwünsche zum Geburtstag – verbunden mit dem Wunsch, "dass er noch lange an der Spitze des Vorstands steht".
Am 24. Mai hat der VW-Chef seinen 65. Geburtstag gefeiert. Andere Menschen in dem Alter denken da an den Ruhestand oder sind es bereits: Bei BMW in München etwa muss derzeit noch jeder Vorstand schon mit 60 den Sessel räumen. Diese Form von Altersdiskriminierung aber gilt bei Europas größtem Autohersteller nicht. Winterkorns Vertrag läuft wenigstens noch bis Ende 2016 – der Leonberger wird dann 69 Jahre alt sein. Sein Vertrag als Vorstandschef bei dem VW-Haupteigentümer Porsche SE läuft sogar bis Ende 2017. Aber was heißt das schon? VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch ist bereits 75 Jahre alt – und kürzlich für weitere fünf Jahre im Amt bestätig worden. Amtsmüdigkeit ist weder bei dem einen, noch bei dem anderen festgestellt worden.
Alter ist kein Ausschlusskriterium
Auch die Veränderungen im Management des Volkswagen-Konzerns, die am Wochenende verkündet wurden, ...
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