Ein starker Produktionsrückgang und herbe Auftragseinbußen haben dafür gesorgt, dass sich die Talfahrt der deutschen Industrie im Juli nochmals beschleunigt hat. Der vom Datendienstleister Markit erstellte Einkaufsmanagerindex (PMI) sank im Juli auf 43,0 Punkte. Auf Basis vorläufiger Daten war noch ein Stand von 43,3 gemeldet worden. Im Mai hatte der PMI immerhin noch 45,0 Punkte erreicht. Damit entfernt sich das verarbeitende Gewerbe immer weiter von der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird.
Die Betriebe leiden unter einer ganze Latte von Verschlechterungen. Die Produktion wurde das vierte Mal hintereinander zurückgefahren. Hauptursache für das erneute Produktionsminus war der Mangel an Neu- und Folgeaufträgen, die den dreizehnten Monat in Folge schwächer waren. Bei den so wichtigen Auslandsbestellungen schlug erneut ein noch höheres Minus zu Buche als beim Gesamtauftragseingang. Die Unternehmen reduzierten außerdem die Einkaufsmenge im Juli so stark wie zuletzt im Juni 2009 und bauten die Lagerbestände ab. Mit der Beschäftigung ging es daher zügig bergab.
"Unter den vier Schwergewichtsländern der Eurozone ist der deutsche PMI im Juli auf den dritten Platz abgesackt", sagte Markit-Volkswirt, Tim Moore. Das zeige, dass sich die Lage der deutschen Industrie binnen Monatsfrist dramatisch verschlechtert habe.
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August 01, 2012 04:18 ET (08:18 GMT)
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