euwax trends am nachmittag Freitag, 08. Juni 2012
Spanische Banken im Fokus - wird Hilfe des EFSF nötig?
Bundesbank erwartet ein Prozent Wachstum in Deutschland - ruhiger Nachmittagshandel beim DAX
Müssen die spanischen Banken am Wochenende Zuflucht beim Rettungsfonds EFSF suchen? Das ist am Freitag Nachmittag die spannendste Frage am Finanzmarkt. Am Morgen hatte es aus EU-Kreisen geheißen, die spanische Regierung werde einen Antrag für den angeschlagenen Finanzsektor stellen.
Dann jedoch sagte die spanische Vize-Regierungschefin, eine Entscheidung darüber sei noch nicht gefallen. Vielmehr warte man nun erstmal das Ergebnis einer Prüfung über den Finanzbedarf der Banken ab. Gerechnet wird mit einem Volumen von rund 100 Mrd. EUR. Der EFSF, der bislang Irland, Portugal und Griechenland mit Geld versorgt hat, hat noch ein verbleibendes Volumen von rund 210 Mrd. EUR.
Der Aktienmarkt tritt am Nachmittag mehr oder weniger auf der Stelle. Der DAX notiert bei 6111 Punkten, ein Minus von 0,5 Prozent. Der Euro bleibt unter Druck und steht bei 1,2450.
Die jüngsten Konjunkturzahlen aus Deutschland sehen nicht gerade berauschend aus. Die Importe sind im April saisonbereinigt um 1,7 Prozent gefallen, die Importe sogar um 4,8 Prozent - beide Zahlen liegen deutlich unter den Erwartungen.
Dennoch bleibt die Bundesbank einigermassen zuversichtlich für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Sie prognostiziert ein Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr von einem Prozent, \"wenn die Staatsschuldenkrise nicht eskaliert\". Damit ist die Notenbank optimistischer als die Bundesregierung, die nur ein Plus von 0,7 Prozent erwartet. Für 2013 erwartet die Notenbank dann ein Wachstum von 1,6 Prozent. So richtig trauen sich die Anleger an der Euwax bislang nicht, gegen den Tagestrend zu setzen. Trotz des deutlichen Minus beim DAX lag das Euwax Sentiment heute zunächst nur knapp im positiven Bereich und fiel am Nachmittag sogar recht deutlich ins Minus.
Bei den Optionsscheinen ist ein Call auf den österreichischen Anlagenbauer Andritz gefragt. Gekauft wird außerdem ein Knock-Out-Put auf den Eurostoxx 50. Der europäische Index ist seit Jahresanfang deutlich schlechter gelaufen als der DAX. Dagegen setzen die Anleger mit einem Gold-Call auf eine Kurssteigerung beim gelben Edelmetall. Börse Stuttgart TV Seit Tagen schon wird spekuliert: Geht Spanien nun unter den Euro-Rettungsschirm oder nicht? Zum Wochenende verdichteten sich nun diese Spekulationen, wonach Madrid unter den Schirm gehen wird. Die EZB hat ihr Pulver derweil weiter trocken gehalten und die Zinsen in dieser Woche nicht weiter gesenkt. Der aktuelle Blick auf die Rentenmärkte im Anleihenforum des Deutschen Anlegerfernsehens.
Interview hier abrufbar: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersestuttgarttv/boersestuttgart tv.html?vid =7411
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Quelle: Boerse Stuttgart AG
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AXC0156 2012-06-08/16:08
