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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

MÄRKTE AKTUELL (18.20 Uhr)

INDEX                   Stand      +-% 
Euro-Stoxx-50        2.143,90   +0,04% 
Stoxx-50             2.280,31   -0,23% 
DAX                  6.130,82   -0,22% 
FTSE                 5.435,08   -0,23% 
CAC                  3.051,69   -0,63% 
DJIA                12.477,83   +0,14% 
S&P-500              1.316,24   +0,10% 
Nasdaq-Comp.         2.839,55   +0,30% 
Nasdaq-100           2.541,84   +0,25% 
Nikkei-225           8.459,26   -2,09% 
EUREX                   Stand  +-Ticks 
Bund-Future            143,54    +42 
 
 

MARKTGEFLÜSTER

Nokia profitieren von Übernahmegerücht

Nokia ziehen am Nachmittag stark an um 4,8 Prozent auf 2,34 Euro. Die Aktie profitiere von einem Gerücht, wonach Samsung ein Übernahmeangebot für 4 Euro je Aktie abgeben könnte, heißt es. Ein Analyst äußert sich freilich skeptisch: "Samsung hat immer gesagt, organisch wachsen und Nokia Marktanteile abnehmen zu wollen. Das ist bisher sehr gut gelungen. Warum sollte man also von dieser Strategie abkehren?". Ein Händler verweist daher zur Begründung des Kursplus auch auf Spekulationen über verbesserte Absatzzahlen des Smartphone-Modells "Lumia". "Nokia ist sehr niedrig bewertet und daher anfällig für Spekulationen. Wir sind überzeugt, dass die Aktie mehr wert ist, als was derzeit dafür an der Börse bezahlt wird", merkt Analyst Hakan Wranne von der Swedbank an. Nokia wollte sich zu den Gerüchten nicht äußern.

FINANZMARKT USA

Trotz der weiter ungelösten Bankenkrise in Spanien und anhaltender Konjunktursorgen zeigen sich die Kurse an Wall Street zum Wochenausklang mit einem leichten Plus. Der Markt hängt aber weiter an jeder Schlagzeile insbesondere zu Spanien. Aktuell drehen sich die Spekulationen um die Höhe der benötigten Gelder für die Bankensanierung und ein mögliches Ersuchen des Landes um Hilfen bei der EU. Profiteure in diesem Umfeld sind die als sicherer Hafen geltenden US-Anleihen und der Dollar. Die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe sinkt auf 1,58 Prozent. Am Devisenmarkt gerät der Euro wieder unter Druck und liegt wieder unter der Marke von 1,25 Dollar. Die jüngsten Konjunktursorgen hat ausgerechnet die Zinssenkung in China ausgelöst. Nicht wenige Akteure befürchten, dass Peking die Zinsen deswegen gesenkt hat, weil am Wochenende anstehende neue Konjunkturdaten schlecht ausfallen könnten. McDonald's verlieren gegen den Trend 2,1 Prozent. Das Unternehmen hat mitgeteilt, dass sich das Wachstum in den USA verstärkt, während es in Europa an Fahrt verliert.

FINANZMÄRKTE EUROPA

Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag nach einem schwachen Start wenig verändert geschlossen. Im frühen Handel hatten schwache US-Vorgaben für Verkäufe gesorgt. Zudem trübte die Abstufung Spaniens durch die Ratingagentur Fitch die Stimmung ein. US-Notenbank-Chef Ben Bernanke hatte am Vortag wenig Konkretes zu weiteren geldpolitischen Maßnahmen zur Unterstützung der US-Wirtschaft geäußert und damit die Hoffnungen des Marktes enttäuscht. Im späten Handel stabilisierten sich die Kurse aber wieder. Die Märkte folgten dem frühen US-Geschäft, wo die Kurse leicht zulegten. "Short covering vor dem Wochenende", meinte ein Händler. Nach dem Ausverkauf vor einer Woche und der anschließenden Stabilisierung seien diejenigen, die auf sinkende Kurse gesetzt hätten, nervös geworden. Marktteilnehmer spekulierten auf Maßnahmen der EZB angesichts der sich zuspitzenden Lage im Euroraum, insbesondere in Spanien.

DEVISEN

DEVISEN  zuletzt   +/- %  Fr, 8.33 Uhr  Do, 18.00 Uhr 
EUR/USD   1,2484  -0,05%        1,2490         1,2567 
EUR/JPY  99,1908   0,26%       98,9306       100,1119 
EUR/CHF   1,2011   0,00%        1,2011         1,2013 
USD/JPY  79,4435   0,26%       79,2410        79,6650 
GBP/USD   1,5433  -0,17%        1,5459         1,5556 
 
 

FINANZMÄRKTE OSTASIEN

Die asiatischen Aktienbörsen verzeichneten überwiegend Verluste. Neben der Enttäuschung über das Ausbleiben wirtschaftlicher Stimuli der US-Notenbank bremste die für das Wochenende erwartete Veröffentlichung wichtiger chinesischer Konjunkturdaten den Markt. Die überraschende Zinssenkung der chinesischen Zentralbank vom Donnerstag gab den Märkten keine positiven Impulse. Die Abstufung Spaniens durch Fitch belastete besonders Finanzwerte. Die Aufwertung des Yen setzte Aktien exportorientierter japanischer Unternehmen wie Sony (-5,3 Prozent) unter Druck. Die Angst vor einer schwächeren chinesischen Konjunktur drückte die Aktienkurse von Unternehmen, für die China ein wichtiger Absatzmarkt ist. In Seoul profitierten allerdings die Stahlwerte Posco (+1,5 Prozent) und Hyundai Steel (+2,8 Prozent) von der chinesischen Zinssenkung, die Hoffnung auf eine höhere Nachfrage weckte. Australische Bergbauwerte folgten den Rohstoffpreisen. BHP Billiton stiegen im Gefolge des Kupferpreises um 1 Prozent, während Newcrest Mining mit dem Goldpreis um 4,7 Prozent nachgaben.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR

Fraport will Beteiligung an Flughafen Delhi verkaufen

Die Fraport AG zieht sich aus Indien zurück. Sie suche derzeit einen Käufer für ihre zehnprozentige Beteiligung am Flughafen Delhi, sagte Sprecher Robert Payne.

WestLB-Lösung lässt auf sich warten

Eigentlich waren die Details der geplanten Aufspaltung der WestLB vor wenigen Tagen geklärt. Nun aber kommt es doch noch zu einer Verzögerung des endgültigen Abschlusses.

Norwegens DNB-Bank sieht kein schnelles Ende der EU-Schuldenkrise

Die größte norwegische Bank DNB rechnet mit einer langanhaltenden Staatsschuldenkrise in der EU. Es gebe keine schnelle Lösung für die Turbulenzen in Europa, sagte DNB-CEO Rune Bjerke Dow Jones Newswires. "Da kommt noch jede Menge auf uns zu", fügte er hinzu.

Olympus erwägt Aufgabe der Eigenständigkeit

Der angeschlagene Optikkonzern Olympus will mit einem umfassenden Sanierungsprogramm noch in diesem Jahr in die Gewinnzone zurückkehren. Binnen zwei Jahren will der Hersteller von Kameras und medizinischen Geräten rund 2.700 Stellen streichen und Unternehmensteile verkaufen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Dabei sei es nicht sicher, ob Olympus seine Unabhängigkeit bewahren könne, teilten die Japaner auf einer Pressekonferenz mit.

Fitch stuft Repsol wegen YPF-Enteignung von BBB auf BBB- herab

Die Ratingagentur Fitch hat den spanischen Erdölkonzern Repsol wegen der Enteignung seiner argentinischen Tochter YPF von BBB auf BBB- herabgestuft. Die Spanier würden für die Verstaatlichung der Tochter wohl keine Barzahlungen erhalten, erwarten die Bonitätsprüfer.

Russland sperrt in Emissionshandelstreit Himmel über Sibirien

Im Streit um den europäischen Emissionshandel im Flugverkehr erhöht Russland den Druck. Das Land hält aus Protest die mit der EU vereinbarten kostenlosen Überflugrechte über Sibirien für Fluggesellschaften aus der Union zurück, wie die Europäische Kommission mitteilte. Das stellt einen Bruch des mit Russland geschlossenen Freihandelsabkommens dar.

DJG/gos

(END) Dow Jones Newswires

June 08, 2012 12:23 ET (16:23 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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