Man hat wohl einen torkelnden Riesen im Vollrausch losgeschickt, um die Strecke festzulegen", so das Urteil eines englischen Journalisten am 18. Juni 1927 beim Eröffnungsrennen des Nürburgrings. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Sir John Young Jackie Stewart prägte gar den Begriff der "Grünen Hölle". Eines der bekanntesten Rennen auf dem Parcours ist das legendäre 24-Stunden-Rennen, das dieses Jahr vom 17. bis 20. Mai stattfand. Mit von der Partie: Das Black Falcon Team. Mit dem BMW M3 CSL mit der Startnummer 233 errangen die Falken den Klassensieg in der umkämpften Klasse V6.
Für höchste Belastungen
Nicht nur bei den Falcons, sondern auch in der Firmenzentrale des Schmierstoffspezialisten Fuchs Petrolub (Top-Tipp Konservativ in Ausgabe 19/12) konnten daraufhin die Korken knallen. Schließlich prangt das Fuchs-Logo nicht einfach nur auf den Rennwagen des Black-Falcon-Rennstalls - vielmehr sorgen die Schmiermittel der Mannheimer tatsächlich dafür, dass die Motoren und Getriebe der Rennboliden trotz höchster Belastungen nicht in Rauch aufgehen.
Breite Kundenbasis
Das Mannheimer Familienunternehmen beliefert aber nicht nur die Automobilindustrie mit Fetten und Schmiermitteln. Die Kundenbasis erstreckt sich von der Energie- und Bergbaubranche über die Landwirtschaft bis hin zum Maschinenbau und ist damit breit diversifiziert. In einigen Sektoren ist Fuchs Petrolub sogar Weltmarktführer. So sind zum Beispiel besonders schwer entflammbare Hydraulikflüssigkeiten aus dem Kohle-Untertagebau kaum noch wegzudenken.
Satte Gewinne
Dass sich mit der breiten Produktpalette gutes Geld verdienen lässt, beweist Fuchs Petrolub kontinuierlich. Der positive Umsatz- und Ergebnistrend der letzten Jahre konnte auch im ersten Quartal 2012 beibehalten werden. Demnach stiegen die Erlöse dank der hohen Nachfrage in allen Regionen um elf Prozent auf 448 Millionen Euro. Unter dem Strich kletterte der Gewinn um neun Prozent auf 52 Millionen Euro. Im Gesamtjahr dürften die Mannheimer ihren Umsatz um sieben Prozent auf 1,79 Milliarden Euro und den Gewinn sogar um 13 Prozent auf 206 Millionen Euro steigern.
Blick nach Asien
Besonders zukunftsträchtig sind die Schwellenländer. Zwar war die Region Europa mit einem Umsatz von 264 Millionen Euro (plus sieben Prozent) im Zeitraum Januar bis März noch der wichtigste Absatzmarkt für Fuchs Petrolub, in der Region Asien-Pazifik & Afrika kletterten die Erlöse gleichzeitig aber um 19 Prozent auf 119 Millionen Euro. Für Fantasie sorgt zudem der nordamerikanische Markt, auf dem Fuchs Petrolub bislang noch nicht die ganze Produktpalette abgebildet hat.


