FRANKFURT (Dow Jones)--Der VW-Konzern prüft weiterhin Optionen für eine Übernahme des Sportwagengeschäfts von Porsche. Die Bewertung der Optionen sei noch nicht abgeschlossen, sagte ein VW-Sprecher zu einem Bericht der Wirtschaftswoche, VW habe einen Weg zum Vermeiden hoher Steuern gefunden und könnte den Sportwagenhersteller bereits im August übernehmen.
VW besitzt bereits 49,9 Prozent an Porsches Sportwagengeschäft und will mit der vollständigen Übernahme weitere Synergien heben. Die Verschmelzung war bisher an Klagen von Investoren in den USA und an deutschen Gerichten gescheitert. In den USA klagen Investoren auf Schadensersatz. Ein Übernahmeversuch von VW durch Porsche war unter anderem an explodierenden Schulden gescheitert.
Nun prüfen die beiden Unternehmen, wie die restlichen 50,1 Prozent der Porsche-Anteile an VW übertragen werden können. Ein Schlüssel-Aspekt ist dabei das Vermeiden hoher Steuern bei einer Übernahme der Anteile durch VW vor 2014.
Für das Einbringen ihrer Tochter Porsche AG würde die Holding Porsche SE 4,5 Milliarden Euro von VW erhalten. Dafür könnten etwa 1,5 Milliarden Steuern anfallen. Die Wirtschaftswoche schreibt nun, das Finanzamt könnte Steuerfreiheit gewähren, wenn Porsche nicht nur Geld, sondern auch mindestens eine Volkswagen-Stammaktie erhalte. Das Finanzministerium Baden-Württembergs war für eine Stellungnahme nicht umgehend erreichbar.
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June 10, 2012 06:01 ET (10:01 GMT)
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