Deutschland sollte bei der Finanztransaktionssteuer die Initiative ergreifen, fordert Bayerns Finanzminister Markus Söder. Als eine der größten Volkswirtschaften dürfe die Bundesrepublik nicht auf das Ausland warten.
Handelsblatt: Warum brauchen wir eine Finanztransaktionssteuer?
Markus Söder: Wir brauchen Sie dringend. Das ist für mich eigentlich der erste Einstieg, den Finanzmarkt an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen. Außerdem ist die Symbolwirkung nicht zu unterschätzen. Sollte sie scheitern, wäre das auch eine Kapitulation der Politik gegenüber den Finanzmärkten.
Von welcher Finanztransaktionssteuer sprechen wir?
Ich stelle mir zumindest eine weiterentwickelte Börsenumsatzsteuer vor, die mindestens um Derivate ergänzt werden muss. Auf den Märkten hat sich seit Ausbruch der Finanzkrise nichts Wesentliches getan. Hier besteht täglich die Gefahr, dass Gewinne individualisiert und Verluste sozialisiert werden.
Plädieren Sie für Ausnahmen von der Besteuerung?
Wir müssen Ausnahmeregelungen für Altersvorsorge schaffen und dafür sorgen, dass sich Absicherungsgeschäfte für Währungs- und Preisrisiken nicht unangemessen verteuern.
Besteht ...
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