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WOCHENENDÜBERBLICK/9. und 10. Juni 2012

EU-Institutionen planen echte Fiskalunion - Magazin

Die Chefs der europäischen Institutionen wollen laut einem Pressebericht mit einem umfassenden Reformplan den Euro retten. EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso, EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker und Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, arbeiten laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel an einer echten Fiskalunion, in der die einzelnen Mitgliedsstaaten nicht mehr selbständig neue Schulden machen dürfen.

Europa holt die spanische Kuh vom Eis

Spanien erhält von seine europäischen Partnern bis zu 100 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung seiner Banken. Nach Mitteilung von Jean-Claude Juncker, Chef der Eurozone-Finanzminister, wird Spanien eine Summe erhalten, die den geschätzten Kapitalbedarf der Banken zuzüglich einer Sicherheit abdeckt. Das seien bis zu 100 Milliarden Euro.

Weltweiter Jubel über Hilfspaket für Spanien

Der geplante Gang Spaniens unter den Rettungsschirm löst weltweit ein positives Echo aus. Das sei "ein bedeutender erster Schritt und Beitrag zur Stabilität", sagte der japanische Finanzminister Jun Azumi. Die Chefin des Internationalen Währungs-Fonds (IWF) Christine Lagarde sprach ebenfalls von einem "sehr wichtigen" Schritt. Der IWF sei bereit, die Euro-Staaten dabei zu unterstützen.

Rajoy: Wirtschaftslage wird sich verschlechtern

Die Wirtschaftslage in Spanien wird sich nach Ansicht von Ministerpräsident Mariano Rajoy weiter verschlechtern. "Die Arbeitslosigkeit wird zunehmen", sagte der Regierungschef. Die Arbeitslosenrate liegt bereits jetzt bei etwa 25 Prozent. Rajoy warnte, das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 1,7 Prozent abnehmen.

WSJ: Der steinige Weg zu einer europäischen Wirtschaftsunion

Die eskalierenden Schuldenprobleme in Europa zwingen die Regierungen der 17 Euro-Mitgliedstaaten dazu, ernsthaft über etwas zu sprechen, das bisher rein theoretischer Natur war: Sie diskutieren, wie man das gemeinsame Währungsgebiet in eine umfassende Wirtschaftsunion umwandelt.

Moody's: Griechen-Exit würde Euro-Existenz und Ratings gefährden

Ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone könnte laut Moody's Investors Service zu einer schlechteren Kreditwürdigkeit auch anderer Euro-Staaten führen. "Ein Exit könnte zu einer Bedrohung für die Existenz der Gemeinschaftswährung werden", warnt die Ratingagentur.

Chinas Industrieproduktion wächst langsamer als erwartet

Die chinesische Industrieproduktion ist im Mai langsamer gewachsen als erwartet. Verglichen mit dem gleichen Vorjahresmonat wuchs sie um 9,6 Prozent. Damit lag die Rate zwar über der des Aprils von 9,3 Prozent, aber unter der Prognose von 9,9 Prozent.

Preisauftrieb in China lässt nach

Der Preisauftrieb in China lässt deutlich nach. Die Verbraucherpreise stiegen im Mai noch mit einer Jahresrate von 3,0 Prozent nach 3,4 Prozent im April. Gerechnet worden war mit einem Plus von 3,2 Prozent.

Chinas Außenhandel wächst unerwartet stark

Die chinesischen Exporte wachsen deutlich schneller als erwartet. Im Mai wuchsen die Ausfuhren mit einer Jahresrate von 15,3 Prozent. Gerechnet worden war mit einem Plus von 6,9 Prozent.

VW prüft Optionen für Porsche-Übernahme

Der VW-Konzern prüft weiterhin Optionen für eine Übernahme des Sportwagengeschäfts von Porsche. Die Bewertung der Optionen sei noch nicht abgeschlossen, sagte ein VW-Sprecher zu einem Bericht der Wirtschaftswoche, VW habe einen Weg zum Vermeiden hoher Steuern gefunden und könnte den Sportwagenhersteller bereits im August übernehmen.

VW will bis 2018 vier Mio Autos in China bauen - Presse

VW wird das Geschäft in China deutlich stärker ausbauen als bisher bekannt. "Bis 2018 werden wir unsere Produktionskapazität im Land auf vier Millionen Fahrzeuge erhöhen", sagte Bereichschef Jochem Heizmann dem Nachrichtenmagazin Focus.

Deutsche Euroshop: Mit guten Geschäften "Schnaps über Planzahlen"

Die Deutsche Euroshop sieht sich weiter auf Wachstumskurs. "Nach dem bisherigen Verlauf des Geschäfts könnten wir einen Schnaps über den Planzahlen liegen", sagte Vorstandssprecher Claus-Matthias Böge der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

BP hofft auf Einigung von 15 Mrd USD für Ölkatastrophe - Presse

BP hofft laut einem Pressebericht darauf, für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vor zwei Jahren weniger als 15 Milliarden US-Dollar zahlen zu müssen. Darauf wolle sich der britische Ölkonzern mit den US-Behörden einigen, um alle straf- und zivilrechtlichen Strafen sowie Schadenersatzforderungen zu begleichen, berichtet die Financial Times (FT) unter Berufung auf eine informierte Person.

FDA genehmigt Roche-Mittel Perjeta gegen bestimmte Brustkrebsarten

Der Schweizer Pharmakonzern Roche und sein US-Partner Genentech haben mit ihrem Brustkrebsmittel Perjeta in den USA einen Erfolg erzielt. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA ließ das Medikament zur Behandlung fortgeschrittener Fälle einer bestimmten Brustkrebsart zu.

Telefonica verkauft 4,56% an Chinas Unicom für 1,13 Mrd EUR

Der spanische Telekomkonzern Telefonica trennt sich von fast der Hälfte seiner Beteiligung an dem chinesischen Mobilfunkanbieter Unicom. Für rund 1,13 Milliarden Euro verkauft der Konzern einen Anteil von 4,56 Prozent an die Unicom-Mutter China United Network Communications Group, wie die Telefonica SA mitteilte.

WSJ: J&J stellt 600 Mio USD für Rechtsstreitigkeiten zurück

Johnson & Johnson hat weitere Rückstellungen in Höhe von 600 Millionen US-Dollar für die Beilegung möglicher Rechtsstreitigkeiten zurückgestellt. Der amerikanische Pharmakonzern muss sich derzeit wegen des Vorwurfs der Bestechung und illegaler Vertriebspraktiken vor Gericht verantworten.

DJG/sha 

(END) Dow Jones Newswires

June 10, 2012 11:30 ET (15:30 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

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