Nach einem turbulenten Tag an den europäischen Börsen beendet der deutsche Leitindex den Handel mit moderaten Gewinnen. Die Angst um Spanien und Griechenland sorgten wieder für ein Auf und Ab an den Märkten.
Trotz der Probleme rund um die hoch verschuldeten Eurostaaten hat der Dax nach einem recht schwankungsreichen Verlauf zugelegt. Nachdem der Leitindex zeitweise wieder unter 6.100 Punkte gefallen war, ging er mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 6.161 Zählern aus dem Handel. Der MDax verlor hingegen 0,6 Prozent auf 10.045 Punkte. Der TecDax sank um 0,3 Prozent auf 737 Punkte.
Die Angst vor einer Ausbreitung der Schuldenkrise lässt die Anleger an den europäischen Aktienmärkten nicht zur Ruhe kommen. "Die Euphorie vom Montag ist schnell verflogen. Der Dax hat sich jedoch insgesamt zwar nervös, aber stabil gezeigt", sagte Analyst Christian Hamann von der Hamburger Sparkasse. Druck sei nur am Nachmittag zeitweise in den Markt gekommen, nachdem zehnjährige spanische Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit Einführung des Euro geklettert waren. "Es scheint sich abzuzeichnen, dass der Eurorettungsschirm ESM bevorzugter Gläubiger in Spanien wird. Anders als beim EFSF würden dann im Pleitefall spanische Staatsanleihen unsicherer werden, da zuerst Geld an den ESM zurückfließen würde", sagte Hamann.
Daneben rückte auch Italien wieder stärker in den Fokus der Märkte. Für Unruhe sorgten vor allem Äußerungen der österreichischen Finanzministerin Maria Fekter, die am Montagabend in einem Fernsehinterview nicht ausschloss, dass auch Italien Finanzhilfen der Euro-Partner in Anspruch nehmen könnte. Am Dienstag ruderte die Ministerin allerdings wieder zurück. Dennoch wird Italien als weiterer Kandidat für Euro-Hilfen gehandelt. Industrieminister Corrado Passera hatte allerdings am Montag erklärt, sein Land habe bereits alles Notwendige getan, um sich aus eigener Kraft zu retten. Die Kurse der italienischen Anleihen rutschten trotzdem wieder ab, im Gegenzug stiegen die ...
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