Des Marketings Nulltarif-Mentalität hat Social Media erreicht. "1.000 Fans für 19,98 Euro". Entsprechend sind die Erfolge.
Nun also kann man Fans & Follower via Schweinebauch-Anzeige kaufen, "Fischmarktangebote", wie der Wirtschaftspublizist und Blogger Gunnar Sohn es beschreibt. Ein spannendes Spielfeld für den 'cleveren' Marketingmanager, der bisher versuchte, mit Gewinnspielen neue Fans und Followern zu finden.
Es geht gar nicht so sehr um die Tatsache selbst oder darum, dass man derartiges 'nicht tut', es geht eher darum, sich zu fragen, welchen Nutzen, welche Leistung man sich bei derartigen Angeboten bloß verspricht!?
Denn während es in der guten alten Zeit um Aufmerksamkeit und Bekanntheit einer möglichst großen Konsumentenmasse ging, geht es heute darum, Teil des Lebens des einzelnen Konsumenten zu sein - was neue, rare, exklusive und deshalb nicht ganz billige Kompetenzen erfordert.
Früher stellte man sich dem Konsumenten einfach, mittels Werbe-Blöcken, in den Weg, unterbrach schroff, was er gerade und gerne tat. In digitalen Zeiten muss die Marke ihre Fans, Follower, Konsumenten geradezu anlocken, etwas bieten, was so sehr begeistert, was so neu und anders ist, dass der Nutzen, der Wert erkennbar auf der Hand liegt und überzeugt. Nun zählt nicht länger Ablenkung, sondern Engagement.
Dabei werden als erstes die Marken mit Schnäppchen-Mentalität auf der Strecke bleiben. Schlecker ist hier nur die Spitze des Eisberges. Immer öfter wird man hören: "Die Marke X möchte im Schnäppchen-Paradies abgeholt werden. Keiner will (mehr) mit ihr spielen".
Tückischer Nulltarif
Wer dies Schicksal nicht teilen möchte, der sollte sich über die folgenden Punkte nachhaltige Gedanken machen:
Erstens: Agentur-Pitches zum Nulltarif Nicht erst seit Deichmann? wissen wir, dass der durchschnittliche Marketer für Agentur-Pitches kein Geld mehr ausgibt. Bzw. nicht mehr ausgeben muss, da sich immer ein paar Dumme finden, die ...
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