Der Chefvolkswirt der Allianz-Versicherung, Michael Heise, verteidigt die Rekapitalisierung der spanischen Banken. Allerdings kritisiert er den Umweg über den Staat - und plädiert für direkte Hilfen.
Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise fordert ein entschlossenes politisches Handeln angesichts der Euro-Krise. "Wir hatten bisher eher eine Salamitaktik der Politik bei der Eurorettung. Das überzeugt die Märkte nicht", mahnt Heise auf einer Konferenz in Königstein bei Frankfurt.
Als wichtige Sofortmaßnahme sieht er eine Rekapitalisierung von Banken in Europa durch die europäischen Rettungsschirme EFSF und ESM. "Die Banken in Spanien zu rekapitalisieren war richtig", betont er, " und wenn die Märkte das negativ aufnehmen, muss man das auch einfach mal so hinnehmen." Sinnvoller wäre es aber gewesen, den Banken direkt zu helfen und nicht den Umweg über den spanischen Staat zu nehmen. Solche direkten Hilfen müssten dann aber auch auf europäischer Ebene überwacht werden, beispielsweise durch die europäische Bankenaufsicht EBA. Dies könnte ein sinnvoller Schnelleinstieg in eine Bankenunion sein. Denn eins sei klar: "Wer das Geld gibt, muss auch ...
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